Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Bericht: Abschaffung des 500-Euro-Scheins könnte Millionen kosten
Nachrichten Wirtschaft Bericht: Abschaffung des 500-Euro-Scheins könnte Millionen kosten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:06 09.04.2016
Anzeige
Frankfurt/Main

Ein möglicher Abschied vom 500-Euro-Schein könnte einem Bericht zufolge teuer werden.

Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ würde eine Abschaffung der größten Euro-Banknote im günstigsten Fall weit mehr als 500 Millionen Euro kosten. Das zeigten Schätzungen der Fachleute der nationalen Notenbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB), die derzeit Einzelheiten einer möglichen Abschaffung des 500er berieten. Die EZB erklärte am Freitag auf Anfrage, die möglichen Kosten könnten erst geschätzt werden, wenn über alle Details entschieden sei. Bis jetzt sei noch keine Entscheidung gefallen.

Dem Bericht zufolge geht es vor allem um den Druck alternativer Scheine. Wenn die größte der insgesamt sieben Euro-Banknoten nicht mehr zur Verfügung stünde, müssten die bislang kursierenden 600 Millionen 500er in kleinere Noten umgetauscht werden. Dafür müssten mehrere Milliarden neue Scheine in recht kurzer Zeit gedruckt werden. Dafür würden im günstigsten Fall mehr als 500 Millionen Euro einkalkuliert. Hinzu kämen Kosten für die Logistik des Umtausches.

Die Kosten müssten die einzelnen nationalen Notenbanken tragen, die Banknoten im Auftrag der EZB drucken. Auf die Deutsche Bundesbank käme etwa ein Viertel zu.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte jüngst darauf hingewiesen, dass der 500er für kriminelle Zwecke genutzt werde: „Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten.“ Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bezweifelte zuletzt aber, ob mit einer Abschaffung kriminelle Machenschaften eingedämmt werden können.

Über die Zukunft des 500ers muss im EZB-Rat entschieden werden. Im obersten Entscheidungsgremium der EZB sitzen die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums sowie die Chefs der 19 nationalen Notenbanken der Eurozone.

dpa

Mehr zum Thema

In einem Klima des Misstrauens zwischen der griechischen Regierung und dem Internationalen Währungsfonds laufen in Athen neue Gespräche mit den Geldgebern. Hinter der Forderung nach einem schlüssigen Rettungsprogramm verbirgt sich eine Menge Sprengstoff.

05.04.2016

Schwerin gibt Geldbetrag aus Buga-Überschuss und wird damit Partner von Wismar und Stralsund

05.04.2016

Schwerin gibt den Geldbetrag aus dem Buga-Überschuss und wird damit Partner von Wismar und Stralsund

05.04.2016

Angetrieben von der Nachfrage in Europa gewinnt der deutsche Export wieder an Tempo. Die Hoffnung wächst, dass die Probleme der Weltwirtschaft weniger stark durchschlagen als befürchtet.

09.04.2016

Die Chefin der US-Notenbank Fed geht von einer Fortsetzung der Zinswende in kleinen Schritten aus.

09.04.2016

Auch Google prüft nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg ein Gebot für das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo.

09.04.2016
Anzeige