Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Bericht: Früherer Porsche-Vorstand Hatz in Untersuchungshaft

Razzien und Beschlagnahmen Bericht: Früherer Porsche-Vorstand Hatz in Untersuchungshaft

Zwei Jahre nach Aufdeckung des Diesel-Skandals hat die Justiz einen früheren Audi-Motorenentwickler inhaftiert, der im Konzern eine steile Karriere machte. Damit erreicht der Fall eine neue Ebene.

Voriger Artikel
Nach dem Fidget Spinner kommt der Cube
Nächster Artikel
DAX: Schlusskurse im XETRA-Handel am 28.09.2017 um 17:56 Uhr

Bereits seit drei Monaten sitzt ein Audi-Motorentwickler wegen Betrugsverdachts und Fluchtgefahr in München in U-Haft.

Quelle: Armin Weigel

München. Der ehemalige Porsche-Entwicklungsvorstand und Audi-Motorenentwickler Wolfgang Hatz sitzt einem Bericht zufolge in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter in München habe diesen Schritt gegen den engen Vertrauten von Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn angeordnet.

Das meldeten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Donnerstag. Oberstaatsanwältin Andrea Grape sagte, der Kreis der Beschuldigten habe sich erweitert. Nach dem früheren Audi-Motorenentwickler P. sei bereits am Mittwoch ein weiterer ehemaliger Audi-Mitarbeiter inhaftiert worden.

Es habe auch zwei Durchsuchungen und Beschlagnahmen gegeben. Weiterhin sei aber kein Vorstand oder ehemaliger Vorstand der Audi AG darunter, hieß es. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Ein Volkswagen-Sprecher in Wolfsburg wollte die Entwicklung nicht kommentieren.

Hatz war von 2001 bis 2007 zunächst Chef der Motorenentwicklung bei Audi, danach bei VW und von 2011 bis zu seiner Beurlaubung im September 2015 Entwicklungsvorstand der Porsche AG. Im vergangenen Jahr einigte er sich mit Porsche auf einen Aufhebungsvertrag. Bei einer internen Untersuchung war ihm allerdings kein Fehlverhalten nachgewiesen worden.

Die US-Justiz hatte Hatz 2016 als möglichen „Mitverschwörer“ bei Abgasmanipulationen verdächtigt. Er habe Bescheid gewusst oder zumindest darüber hinweggesehen, erklärten die Ermittler in den Vereinigten Staaten.

Seit März ermittelt die für Ingolstadt zuständige Staatsanwaltschaft München II „gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung“ im Zusammenhang mit Dieselmotoren. Seit drei Monaten sitzt der Audi-Motorenentwickler P. wegen Betrugsverdachts und Fluchtgefahr in München in U-Haft. Er war von 2006 bis 2015 einer der führenden Entwickler des Unternehmens in Neckarsulm gewesen. Laut „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR wird Hatz nun auch durch P.s Aussagen belastet.

Die US-Justiz wirft P. vor, er habe „Audi-Mitarbeiter angewiesen, Software zu entwickeln und einzubauen, mit der die standardmäßigen US-Abgastests getäuscht werden“. Sie verlangt eine Auslieferung des Managers. Audi hatte P. 2015 beurlaubt und ihm Anfang 2017 fristlos gekündigt. Seine Klage dagegen ist vor dem Arbeitsgericht Heilbronn anhängig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zwiefalten

Die Polizei fahndet weiterhin nach drei Männern, die aus einer Forensischen Psychiatrie im baden-württembergischen Zwiefalten geflohen sind.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.