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Wirtschaft Betriebsrat fordert Klarheit von Daimler-Chef
Nachrichten Wirtschaft Betriebsrat fordert Klarheit von Daimler-Chef
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17:10 11.06.2018
Der damals neue Mercedes-Benz Transporter Vito soll Probleme mit der Abschalteinrichtung haben. Quelle: dpa
Berlin

Während Daimler-Chef Dieter Zetsche noch bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu Gast ist, um über die Abgas-Vorwürfe gegen den Automobilkonzern zu sprechen, werden auch aus dem Betriebsrat Forderungen laut.

Die Vorwürfe gegen das Unternehmen sorgen demnach zunehmend für Unruhe unter den Beschäftigten des Autobauers. „Ihre größte Sorge ist, dass rund um das Thema Abgas noch viel mehr auf den Tisch kommen könnte als bisher bekannt“, sagte der Betriebsratsvorsitzende des Motorenwerks in Untertürkheim, Wolfgang Nieke, den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“. Vorstandschef Zetsche habe anfangs gesagt, dass bei Daimler nicht betrogen werde - darauf hätten sich die Beschäftigten verlassen.

Betriebsversammlung soll Klarheit schaffen

„Wir erleben in allen Werken derzeit deutlich, dass mit jeder neuen Nachricht das Vertrauen abnimmt“, sagte Nieke. „Die Belegschaft ist sich nicht mehr sicher, ob sie den Erklärungen, dass es bei Daimler keine Defeat Devices gibt, noch länger glauben kann.“ Bislang finde die Aufklärung hinter verschlossenen Türen statt, weil der Konzern zuerst den Behörden gegenüber Klarheit schaffen müsse. „Allerdings haben wir um den 20. Juni herum Betriebsversammlungen in Untertürkheim. Da werden die Beschäftigten Antworten hören wollen.“

Die Behörden werfen Daimler vor, im Kleintransporter Vito eine illegale Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung verwendet zu haben. Ob noch weitere Fahrzeuge betroffen sind, ist unklar. Zetsche wurde deshalb am Montag erneut in Berlin bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu einem Gespräch erwartet.

Von RND/dpa

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