Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Billigflieger legen zum Sommer kräftig zu
Nachrichten Wirtschaft Billigflieger legen zum Sommer kräftig zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 10.02.2017
Billigflieger wie die ungarische Wizz legen auf dem deutschen Luftverkehrsmarkt am stärksten zu. Quelle: Ali Haider/archiv
Anzeige
Köln/Berlin

Zum Sommer wächst das Angebot der Billigflieger an deutschen Flughäfen kräftig. Das geht aus vorläufigen Auswertungen der Flugpläne durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor.

Am stärksten erhöht danach die ungarische Wizz als viertgrößter Anbieter die Zahl ihrer voraussichtlichen Starts im Monat Juli um 28,5 Prozent auf 919. Sie ist vor allem an kleineren Flughäfen wie Friedrichshafen oder Memmingen präsent.

Ein erneut starkes Wachstum zeigt auch die irische Ryanair, die vor allem an den Flughäfen Berlin, Nürnberg und Hamburg zusätzliche Flüge anbietet. Die Zahl der Juli-Starts beim zweitgrößten Anbieter in Deutschland soll dem DLR zufolge um 21,9 Prozent auf 4634 anwachsen.

In der gleichen Zeit weitet die Lufthansa-Tochter Eurowings (EW) die Zahl ihrer Starts nur um 7,8 Prozent auf 10 609 aus, unter anderem mit Jets, die bei der Air Berlin angemietet wurden. Die ersten drei umlackierten Maschinen nahmen am Freitag ab Hamburg ihren Dienst auf. Ein Unternehmenssprecher wies darauf hin, dass Eurowings viele 90-Sitzer durch doppelt so große Maschinen ersetze und zudem in Spanien und Österreich stark wachse. Bezogen auf die angebotenen Sitze biete Eurowings im Juli 26 Prozent mehr Kapazität an als ein Jahr zuvor.

Insgesamt sollen im Laufe des Jahres 33 Air-Berlin-Jets für die Eurowings an den Start gehen, fünf weitere für die Lufthansa-Tochter Austrian. Jeweils vier EW-Flieger mit der Aufschrift „operated by Air Berlin“ sollen in München und in Palma de Mallorca stationiert werden. „Durch die Vereinbarung mit Air Berlin wachsen wir derzeit wie keine andere Airline-Marke in Europa“, erklärte Eurowings-Chef Karl Ulrich Garnadt.

Im Kartellverfahren war bekannt geworden, dass der Lufthansa-Konzern bis zu 15 Jets den bisherigen Leasinggebern abkauft und bei bis zu 10 weiteren Flugzeugen als Leasingnehmer anstelle der Air Berlin in die Verträge einsteigt. Die Flugzeuge werden an die Berliner vermietet und mit deren Besatzungen wiederum für die Lufthansa-Gesellschaften eingesetzt. Das Geschäft sichere Arbeitsplätze und sei ein wichtiger Meilenstein, erklärte der neue Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann.

Der drittgrößte Anbieter Easyjet baut sein Programm nur geringfügig um 3,7 Prozent auf 2290 Starts aus, berichtete das DLR. Rückläufig ist das deutsche Angebot bei den Billigtöchtern der Konzerne IAG und Air France/KLM, Vueling (-32,5 Prozent) und Transavia (-11,9 Prozent).

Das DLR beobachtet regelmäßig den Billigfliegermarkt in Deutschland und Europa. Für den Sommer wird immer der Monat Juli als Vergleichszeitraum herangezogen. Die Gesellschaften können ihre Flugpläne aber noch kurzfristig anpassen.

dpa

Mehr zum Thema

Die Beliebtheit von zivilen Drohnen stellt die Sicherheitsbehörden zunehmend vor Probleme.

06.02.2017

Mehr als 1000 Türen im Terminal des neuen Hauptstadtflughafens schließen nicht wie vorgesehen, mehrere Firmen sind beteiligt. Bosch soll nun mit dafür sorgen, dass bei der Reparatur der Überblick nicht verloren geht.

06.02.2017

Häufigere Sitzungen, mehr Berichte: Flughafenchef Mühlenfeld muss sich häufiger seinen Kontrolleuren stellen. Die machen Druck - aber zeigen auch auf einen anderen Airport, der mehr Zeit gebraucht habe.

07.02.2017

Es ist eine wichtige Frage: Bringt die umstrittene Pkw-Maut wirklich genug frisches Geld herein? Gegensätzliche Gutachten sorgen für neue Diskussionen - und setzen die „Mautmacher“ unter Erklärungsdruck.

10.02.2017

Auf der Frankfurter Messe Ambiente gibt es Millionen Dinge, die man nicht unbedingt braucht. Umso mehr kommt es auf gutes Design und hohe Funktionalität an. Mancher kupfert lieber ab, als sich selbst Gedanken zu machen.

10.02.2017

Die IG Metall hat dem Bremsen-Hersteller Knorr-Bremse Ausbeutung und „Steinzeit-Kapitalismus vom Feinsten“ vorgeworfen.

10.02.2017
Anzeige