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09:09 29.09.2017
Viele Käufer sind mit dem Aufbau von Ikea-Möbeln leicht überfordert. Quelle: Arne Dedert
San Francisco

Ikea will es seinen Kunden einfacher machen, jemanden zum Zusammenbau der frisch gekauften Möbel zu engagieren. Der schwedische Möbelriese übernimmt dafür das Start-up TaskRabbit, einen Vermittler von Arbeitskräften für kleine Aufgaben.

In einer Nachricht an TaskRabbit-Kunden hieß es, man werde sich Ikea-Möbel zu einem erschwinglichen Preis liefern und montieren lassen können. Zugleich betonte Ikea, die Online-Plattform solle unter dem Konzerndach unabhängig agieren und „Tasker“ würden wie bisher auch für alle möglichen anderen Aufgaben zur Verfügung stehen.

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. TaskRabbit ist bisher in 40 US-Städten und außerhalb des Heimatmarkts nur in London aktiv. In der britischen Hauptstadt hatten die beiden Firmen bereits seit dem vergangenen Jahr in einem Pilotprojekt die Vermittlung von Leuten für den Zusammenbau von Ikea-Möbeln getestet. Nach der Übernahme soll die bisherige TaskTabbit-Chefin Stacy Brown-Philpot, eine frühere Google-Managerin, das Geschäft weiterführen.

TaskRabbit ist ein Pionier der sogenannten „Gig Economy“, bei der Arbeitskraft für kleine Aufträge statt fester Arbeitsverhältnisse vermittelt wird. Bei TaskRabbit kann es zum Beispiel alles von Putzhilfe über Rasenmähen bis zu Handwerker-Aufgaben sein. Die Montage von Ikea-Möbeln soll auch bisher schon eine oft nachgefragte Aufgabe gewesen sein.

Dem Technologieblog „Recode“ zufolge, das zuerst über den Ikea-Deal berichtet hatte, nahm TaskRabbit in den vergangenen neun Jahren 50 Millionen Dollar von Investoren ein und war zuletzt profitabel. Zuletzt seien rund 60 000 Arbeitkräfte auf der Plattform gewesen.

Zugleich fokussierte sich TaskRabbit nie tiefergehend auf einzelne Aufgaben - und die Nischen wurden erfolgreich von spezialisierten Anbietern ausgefüllt, etwa bei Fahr- oder Lieferdiensten. In dieser Situation hatte TaskRabbit schon im Frühjahr erklärt, man prüfe Übernahmeangebote.

Der Vormarsch der „Gig Economy“ schürt in den USA zugleich soziale Sorgen, weil es in ihr weder Jobsicherheit noch Zahlungen im Krankheitsfall oder Urlaubsgeld gibt.

dpa

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