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Wirtschaft Biopark mit neuer Spitze
Nachrichten Wirtschaft Biopark mit neuer Spitze
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00:10 25.02.2017

Überraschende Personalien aus Mecklenburg-Vorpommerns größtem Öko-Verein: Der Tierarzt Christof Kühnlein (52) steigt an die Spitze des Öko-Verbandes auf, der mehr als 600 Mitgliedsbetriebe in fast allen Bundesländern hat. Der gebürtige Bayer verstärke die Güstrower Geschäftsstelle, bestätigte gestern der Biopark-Vorstandsvorsitzende, Jens Rasim.

Christof Kühnlein, Ex-Chef von Gut Borken, soll den Öko-Verband stärken

Kühnlein war viele Jahre Geschäftsführer von Gut Borken (Vorpommern-Greifswald), das mit 6000 Hektar Betriebsfläche zu den größten Agrarbetrieben in MV gehört. Sein Ausscheiden 2015 war mit „Umstrukturierungen“ und Umverteilungen in der Familie begründet worden. Gesellschafter des Gutes waren danach nur noch Kühnleins Onkel Rodo Schneider, Ex-Manager eines Fleischkonzerns in Bayern, und dessen Sohn Ralf.

Auch Jens Rasim ist neu in seiner Funktion. Im November habe ihn der Vorstand gebeten, den Vorsitz zu übernehmen, sagt der Chef des Öko-Gutes Gallin bei Ludwigslust, der zuvor Vize-Vorsitzender im Verband war.

Carsten Niemann, Biobauer in Sachsen-Anhalt und nach Querelen im Verband erst im April 2016 an die Spitze gewählt, war unerwartet zurückgetreten. Aus persönlichen Gründen, aber auch – wie es hieß – wegen Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft des Verbandes. Biopark hat schwierige Jahre hinter sich. Entgegen dem Trend in der Ökobranche hatte der Verein, der im vorigen Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, Anbaufläche und Ansehen verloren. Mitglieder traten aus, andere mussten ausgeschlossen werden, weil sie gegen Öko-Vorgaben verstießen.

„Für mich ist das Amt eine Übergangslösung“, sagt Rasim. Um Probleme eines so großen Verbandes lösen zu können, braucht es aus seiner Sicht eine hauptamtliche Führung. Darüber soll im Juli entschieden werden. Bei der Neuausrichtung geht es auch um inhaltliche Fragen, so um Tierzahlen pro Stall. „Wir müssen strenger werden“, meint Rasim, „Biopark muss so gut sein, dass wir Produkte auch in die Schweiz exportieren können.“ Auf der Biofach-Messe in Nürnberg habe es dazu Anfragen gegeben.Elke Ehlers

OZ

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