Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Bis zu 20000 Euro für Hausbau
Nachrichten Wirtschaft Bis zu 20000 Euro für Hausbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 05.11.2016
Maurer arbeiten am Rohbau von Reihenhäusern in einer Neubausiedlung im bayerischen Regensburg. Quelle: Armin Weigel/dpa

/Schwerin. Familien können womöglich schon nächstes Jahr von einer neuen staatlichen Förderung für den Immobilienkauf profitieren. „Zur Förderung von Eigentum in besonders nachgefragten Regionen wollen wir gezielt Familien mit Eigenkapitalzuschüssen unterstützen“, sagt Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD).

Die Unterstützung soll demnach zwischen 8000 und 20000 Euro je nach Kinderzahl betragen. Der Zuschuss müsse nicht zurückgezahlt werden. Über das Programm soll noch im November entschieden werden.

Losgehen solle es 2017. Hendricks sei darüber derzeit im Gespräch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). „Selbst Familien mit mittlerem Einkommen können sich in größeren Städten heute kein Eigentum mehr leisten, weil die Grundstücke einfach zu teuer sind“, begründet die Ministerin ihren Vorstoß. Das Fördergeld ist laut Hendricks auf Familien mit mittlerem Einkommen ausgerichtet, die in Ballungsgebieten ein Haus kaufen wollen und dies auch tatsächlich finanzieren können. Auf diese Weise sollen Immobilienblasen vermieden werden.

In Schwerin sind Details zu den Eigenkapitalzuschüssen zur Förderung von Wohneigentum noch nicht bekannt. Generell sei es zu begrüßen, dass die Bundesregierung bei Fördervorhaben Familien mit Kindern ins Blickfeld rückt, heißt es aus dem Ministerium von Bauminister Christian Pegel (SPD). Das Bauressort unterstützt bisher die Instandsetzung und Modernisierung vorhandenen Wohneigentums durch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt die gegenwärtige Schieflage am Immobilienmarkt. „In den vergangenen Jahren konnten sich nur die besser verdienenden oberen 40 Prozent der Haushalte Immobilien leisten, während bei den unteren 20 Prozent der Einkommen die Eigentumsquote sogar gesunken ist“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Die Wohneigentumsquote stagniere.

„Haushalte brauchen rund 50000 Euro, um überhaupt eine Immobilie zu erwerben. Doch nur 20 Prozent der Mieter verfügen über ein solches Finanzpolster“, meint Voigtländer. Damit sei vielen Mietern der Weg zur Eigentumsbildung versperrt. In großem Stil wurde zuletzt bis 2005 mit einer staatlichen Eigenheimzulage der Wohnungsbau von Familien gefördert.

In Deutschland leben nur 52,5 Prozent der Bürger in den eigenen vier Wänden – so wenige wie in keinem anderen EU-Mitgliedsland.

OZ-Telefon-Forum „Betongold“: Experten beantworten am Mittwoch, dem 9. November, Leserfragen rund um Kauf und Verkauf gebrauchter Immobilien. Die Experten sind von 11 bis 13 Uhr unter ☎ 03 81 / 365100 erreichbar.

Bernhard Schmidtbauer

Die Bahn will ihre Konzerntöchter Arriva und Schenker nun vorerst doch nicht an die Börse bringen. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat bei der Sitzung am 14.

05.11.2016

Auf dem Flughafen Parchim wird seit zwei Monaten verkürzt gearbeitet. Die Betriebszeiten wurden auf sechs Stunden täglich reduziert, am Sonntag bleibt der Airport ...

05.11.2016

Viele Bauern geben die Milchproduktion auf – darunter auch die Erzeugergemeinschaft Böken nahe Schwerin

05.11.2016
Anzeige