Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Bizarrer Streit um Affen-Selfie beigelegt

Tierrechte Bizarrer Streit um Affen-Selfie beigelegt

Ein Makake knipst ein Selfie - aber wem gehört das Recht am Bild? Die Frage beschäftigte lange die Justiz. Nun gibt es eine Einigung.

Voriger Artikel
Eon erwartet neuen Windstromrekord in dieser Woche
Nächster Artikel
Autoindustrie kündigt Offensive bei Elektrofahrzeugen an

Das Makaken-Männchen Naruto, aufgenommen auf der indonesischen Insel Sulawesi (undatierte Aufnahme).

Quelle: Arianto Santoso

London/San Francisco. Der bizarre Streit um das Urheberrecht eines Affen an seinem Selfie ist außergerichtlich mit einem Vergleich beigelegt worden. Das bestätigten die Tierrechtsorganisation Peta und der britische Naturfotograf David J. Slater. Er sei froh über den Ausgang, sagte Slater am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Der zweijährige Rechtsstreit drehte sich um Bilder, die ein Makake auf der indonesischen Insel Sulawesi 2011 von sich gemacht hatte. Der Affe Naruto drückte damals auf den Auslöser von Slaters Kamera.

Als Slater ein Bild des grinsenden Affen sah, glaubte er, das beste Foto seines Lebens vor sich zu haben. Er vermarktete die Aufnahmen. Doch bald schon wurde angezweifelt, ob er überhaupt die Rechte an den Bildern besitzt. Gehören die Fotos nicht der Allgemeinheit? Oder müsste nicht der Affe Besitzer der Urheberrechte sein?

Peta klagte 2015 im Namen des Affen auf die Rechte an den Bildern. Zunächst wurde die Klage abgewiesen, dann aber der Fall in zweiter Instanz vor einem US-Gericht in San Francisco verhandelt. Er sei wohl der erste Mensch, der von einem wilden Tier verklagt werde, hatte Slater vor wenigen Wochen in einem dpa-Interview gesagt.

Die Tierrechtsaktivisten gingen davon aus, dass der Affe die Kamera von sich aus in die Hand nahm. Slater beschrieb aber, wie er die Tiere mit viel Mühe dazu verleitet habe. „Ich stellte die Kamera auf ein Stativ (...). Sie spielten mit der Kamera, dabei wurden natürlich unausweichlich ein paar Bilder gemacht“, schrieb Slater auf seiner Website. Der Fotograf fürchtete um seine wirtschaftliche Existenz.

Nach einer Erklärung beider Parteien wird Slater 25 Prozent seiner künftigen Einnahmen von den Selfie-Bildern gemeinnützigen Organisationen stiften, die sich für den Schutz Narutos und seiner Artgenossen in Indonesien einsetzen. Dieser Gerichtsstreit habe wichtige Fragen aufgeworfen, die rechtlichen Interessen von „nicht-menschlichen Tieren“ auszubauen, heißt es in der Mitteilung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
In der Elbphilharmonie
Sängerin Beth Ditto tritt bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises 2017 auf. Zum achten Mal gehen die Auszeichnungen an Hörfunkmacher - mit prominenten Gratulanten.

Mit 381 Wettbewerbsbeiträgen hat der Deutsche Radiopreis einen neuen Bewerberrekord gebrochen. In der Hamburger Elbphilharmonie wurden nun die Gewinner in elf Kategorien ausgezeichnet.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.