Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Bosch-Chef: Klare Angaben zum Verbrauch von Hybridautos
Nachrichten Wirtschaft Bosch-Chef: Klare Angaben zum Verbrauch von Hybridautos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:22 17.09.2017
Volkmar Denner bei einer Pressekonferenz in Renningen Anfang Mai. Quelle: Franziska Kraufmann
Anzeige
Stuttgart

Der Chef des Autozulieferers Bosch, Volkmar Denner, hat sich für eine klare Angabe von Verbrauchswerten auch bei Autos mit neuen Antrieben ausgesprochen.

Das gelte gerade bei den sogenannten Plug-in-Hybridmodellen, also Autos, die mit einem Stecker geladen werden, aber auch über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor verfügen. „Teils deutliche Abweichungen von den Herstellerangaben können sich ergeben, wenn ohne elektrische Energie gefahren wird“, sagte Denner der „Automobilwoche“. Auch bei langen Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten könne der Verbrauch deutlich steigen. „Ein höherer Verbrauch bedeutet dann in der Folge auch mehr CO2-Emissionen.“

Es sei wichtig, dass es transparente Verbrauchsangaben gibt und die Verbrauchs- und Emissionswerte transparent dargestellt werden. „Dies bedeutet: keine unrealistischen Prospektwerte, die der Kunde im realen Fahrbetrieb nicht erreicht.“ Auch der ADAC-Experte Reinhard Kolke warnte in der „Automobilwoche“, dass die Verbrauchsangaben bei Plug-in-Hybriden schwierig seien. „Für die meisten Hersteller sind Plug-in-Hybride attraktiv, weil man für sie mit fantastisch niedrigen CO2-Werten werben kann und diese niedrigen Werte den CO2-Flottenwert entsprechend schönen“, sagte der Leiter des ADAC-Technikzentrums.

dpa

Mehr zum Thema

Dieser Kleinwagen ist eine große Stütze für den VW-Konzern: Nach dem Golf ist der Polo mit das wichtigste Modell aus Wolfsburg. Und die Bedeutung wächst weiter. Denn wenn die sechste Generation an den Start geht, befördert VW den Kleinen beinahe in die Kompaktklasse.

13.09.2017

Schadstoff-Tricksereien und drohende Diesel-Fahrverbote setzen die deutschen Autobauer unter Druck. Zum großen Treff bei der IAA mahnt die Kanzlerin Konsequenzen an - gefährdet werden dürfe die Branche aber keineswegs.

14.09.2017
Wirtschaft Abschied von der Vergangenheit - IAA: Die Elektro-Show für Merkel

Früher haben sich deutsche Regierungschefs gerne im Glanze der Autoindustrie gesonnt. Das ist nach den Diesel-Sünden vorbei. Doch Autobosse und Kanzlerin versuchen auf der IAA einen Neubeginn.

14.09.2017

Vor genau zwei Jahren begann der Diesel-Skandal von Volkswagen. Trotz gegenteiliger Beteuerungen gab es immer noch kaum Konsequenzen, klagt Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Er prophezeit, dass den Automobilherstellern das Schlimmste noch bevorsteht.

17.09.2017

Spannungsfrei war das Verhältnis zwischen Vertragshändlern und Autobauern noch nie. Dieselgate stellt die Beziehung zwischen VW und den Partnern auf eine weitere harte Probe. Nun eskaliert der Streit – und macht VW zwei Jahre nach Beginn des Dieselskandals neuen Ärger.

17.09.2017

Nach jahrelangen Verhandlungen einigen sich Bund und Länder im Sommer auf die Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen. Ökonomen aus Köln sprechen nun von einer vertanen Chance und fehlenden Anreizen.

17.09.2017
Anzeige