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Nachrichten Wirtschaft Bremer Landesbank soll komplett an die NordLB gehen
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10:50 24.08.2016
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Bremen

Die Bremer Landesbank (BLB) soll komplett in der niedersächsischen NordLB aufgehen. Offenbar geht es in den Verhandlungen nur noch um die Option eines Komplettverkaufs des 41-prozentigen BLB-Anteils, den das Land Bremen an dem Geldinstitut hält.

Es stehe nur noch eine Option im Raum, hieß es nun. „Und es geht jetzt um den Preis.“ Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) hatte den Ausschuss am vergangenen Freitag informiert. Sie will sich aber grundsätzlich nicht öffentlich zu den laufenden Verhandlungen äußern.

Nächsten Mittwoch (31. August) tagen bei der BLB die Gremien, zu denen der Aufsichtsrat, die Trägerversammlung und der Vorstand gehört. Ungeklärt ist derzeit noch, wie mit den Beteiligungen der BLB umgegangen wird. Dem Zeitungsbericht zufolge ist inzwischen sicher, dass der jetzige Mehrheitseigner NordLB die Bremer Anteile an der BLB übernimmt. Damit verlöre das Bundesland Bremen jeglichen Einfluss auf die Bank.

Ein Vertreter der BLB betonte: „Wir äußern uns zu den Verhandlungen nicht.“ Das niedersächsische Finanzministerium als einer der Träger der NordLB wollte sich zum Stand der Gespräche ebenfalls nicht äußern. Ein Sprecher der NordLB sagte, er könne den Bericht zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder dementieren noch bestätigen.

Die Bremer Landesbank hatte Anfang Juni mitgeteilt, dass sie wegen fauler Schiffskredite Ende des Jahres mindestens 400 Millionen Euro als Verlust ausweisen werden muss. Die Eigner - die NordLB in Hannover (54,8 Prozent), das Land Bremen (41,2) und der Sparkassenverband Niedersachsen (4,0) - diskutierten seitdem, wie die BLB aus der Schieflage geholt werden kann.

Neben einer Komplettübernahme durch den Mehrheitseigner NordLB wurde in den vergangenen Wochen auch über eine „Einbringungsvariante“ gesprochen, bei der Bremen seinen Anteil einbringt und im Gegenzug eine geringfügige Beteiligung an der NordLB erhält. Dieses Modell ist nach den jüngsten Verhandlungen offenbar genauso vom Tisch wie eine zusätzliche Eigenkapitalbeteiligung des Haushaltsnotlagelandes Bremen.

dpa

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