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Wirtschaft Brexit lässt Fischwirtschaft in MV bangen
Nachrichten Wirtschaft Brexit lässt Fischwirtschaft in MV bangen
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00:05 22.03.2017
Im Fischwerk Euro-Baltic in Mukran auf der Insel Rügen zur Weiterverarbeitung angelandeter Hering. Quelle: Foto: Frank Hormann

Die deutsche Fischerei warnt vor den Folgen des bevorstehenden britischen EU-Austritts. Sollte Großbritannien seinen Anspruch auf die halbe Nordsee vollständig durchsetzen, könnten traditionell genutzte Fanggebiete komplett verloren gehen. Dies betreffe die Hälfte der gesamtdeutschen Fangmenge und 30 Prozent der Umsätze, warnt der Deutsche Hochseefischerei-Verband.

Der Nordseehering werde von deutschen Fischern sogar ausschließlich in den britischen Gewässern gefangen, sagt der Verbandsvorsitzende Uwe Richter. „Wenn der harte Brexit kommt, muss wohl eins der fünf Fangschiffe in MV aufgegeben werden.“ Das würde den Verlust von 40 bis 60 Arbeitsplätzen bedeuten.

Richter ist gleichzeitig Geschäftsführer der Fischverarbeitung Euro-Baltic in Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen. Dort werden jährlich 40000 Tonnen Nordseehering verarbeitet – 90 Prozent davon aus britischen Gewässern. „Sollten die deutschen Fangrechte wegfallen, ist auch die Existenz der Fischverarbeitung bedroht“, warnt Richter. Die deutsche Hochseefischerei sorgt sich, dass Großbritannien nach dem Brexit den EU-Staaten die Einfahrt in seine 200-Seemeilen-Zone verwehren könnte.

Die britische Premierministerin Theresa May will am 29. März die offizielle Erklärung für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abgeben. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) versicherte unterdessen, die Fischerei werde ein wichtiges Thema der Brexit-Verhandlungen sein. „Unser Ziel ist es, auch weiterhin Fang- und Zugangsrechte in den britischen Gewässern zu erhalten.“

Alexander Salenko

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