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Bund lehnt Hilfen für die Werften ab

Schwerin Bund lehnt Hilfen für die Werften ab

Am Tag nach der Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel machte sich gestern im Nordosten Enttäuschung breit. „Unsere Hoffnungen haben sich nicht erfüllt“, sagte Schwerins Regierungssprecher Andreas Timm.

Schwerin. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte vor dem Gipfel der maritimen Wirtschaft von der Bundesregierung gefordert, den angeschlagenen Werften mit Bürgschaften zu helfen. Doch die Regierungsvertreter blieben stur — kein Geld vom Bund.

MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) äußerte sich diplomatisch: „Mit Unterstützung des Bundes sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte im maritimen Bereich überhaupt erst ermöglicht geworden. Uns ist wichtig, dass der Bund auch künftig mit an Bord ist. Hier laufen die Gespräche.“ Am Freitag wollen die Schweriner Koalitionsspitzen das weitere Vorgehen beraten. Es wird erwartet, dass SPD und Union mit dem Bund im Gespräch bleiben wollen. Die Regierungschefs der norddeutschen Länder verabredeten gestern eine gemeinsame Linie bei ihrer Forderung nach Geld aus Berlin für die Werften. Das Wirtschaftsministerium von Philipp Rösler (FDP) äußerte sich auf Nachfrage nicht.

Ohne staatliche Hilfe haben die Betriebe zurzeit immense Probleme, die Bauzeitfinanzierung für neue Schiffe oder Offshore-Komponenten zu stemmen. Erst vor vier Wochen klopfte Nordic Yards in Schwerin an. Es geht um eine 150-Millionen-Euro-Bürgschaft für den Bau einer neuen Umspannplattform in Wismar und Warnemünde. MV hat einen Bürgschaftsrahmen für die Werften, der 2012 auf eine Milliarde Euro aufgestockt wurde. Davon sind derzeit 400 Millionen Euro ausgeschöpft. Die Hilfe birgt Risiken: Bei der P+S-Werftenpleite verliert MV voraussichtlich 270 Millionen Euro. In der Landesregierung wird nachgedacht, wie es ohne Bund weitergehen könnte. Der engagierte sich zuletzt und schulterte mit dem Land ein 326-Millionen-Paket für die P+S-Schiffbauer.

gkw

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