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Bundesamt will Weiterbau der A 20 stoppen

Kiel Bundesamt will Weiterbau der A 20 stoppen

Die Forderung des Umweltbundesamtes, den Bau der A 20 von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen zu streichen, hat in Politik und Wirtschaft im Norden massiven Widerspruch ausgelöst.

Kiel. Die Forderung des Umweltbundesamtes, den Bau der A 20 von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen zu streichen, hat in Politik und Wirtschaft im Norden massiven Widerspruch ausgelöst. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich überzeugt, dass die Einwände der Behörde den angestrebten Weiterbau der Autobahn nicht verhindern werden. „Wir sagen sehr deutlich, der Nutzen der A 20 ist unbestritten für Schleswig-Holstein und für ganz Norddeutschland, und deswegen sind wir der Auffassung, dieses Projekt wird kommen“, sagte Meyer gestern in Kiel.

Die Behörde forderte in einer Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030, von den 605 vordringlichen Projekten 41 ganz zu streichen — aus Naturschutzgründen, wegen des hohen Flächenverbrauchs und der Luftbelastung. Zu den Streichprojekten sollte nach Ansicht der Umweltbehörde auch die 158 Kilometer lange geplante A 20-Strecke von Hohenfelde in Schleswig-Holstein nach Westerstede in Niedersachsen samt dem geplanten Elbtunnel gehören. Ebenfalls gestrichen werden muss nach Auffassung des Amtes der 9,7 Kilometer lange Neu- beziehungsweise Ausbau der A 21 von Bargteheide nach Schwarzenbek und der 19,8 Kilometer lange Bau der A 26 zwischen den Autobahnen A 7 und A 1 im Süderelbbereich.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) äußerte sich bisher nicht öffentlich dazu, ob sie sich im Kabinett für eine Änderung des Bundesverkehrswegeplans einsetzt. Nach den Vorstellungen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) soll der Plan im Juli vom Bundeskabinett beschlossen werden.

OZ

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