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Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an

Auch IWF optimistischer Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an

Anhaltender Aufschwung in Deutschland, Erholung der Wirtschaft in vielen Regionen: Das sind die Kernbotschaften in Prognosen der Bundesregierung sowie des Internationalen Währungsfonds. Aber mancherorts lauern auch neue Risiken.

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Freie Stellen für Fachkräfte: Der brummende Arbeitsmarkt führt zu mehr Wirtschaftswachstum.

Quelle: Jan Woitas

Berlin/Washington. Eine florierende Wirtschaft und Rekordbeschäftigung: Die scheidende Bundesregierung geht wie führende Ökonomen von einem anhaltenden Aufschwung in Deutschland aus.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch) und der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen erwartet sie in ihrer Herbstprognose für das laufende Jahr jetzt ein Wachstum von 2,0 Prozent. Im Frühjahr war der Bund nur von 1,5 Prozent ausgegangen. Für die Weltwirtschaft hob der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsaussichten leicht an.

Die Prognose der Bundesregierung wird an diesem Mittwoch von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) in Berlin vorgestellt. Auch für 2018 ist sie optimistisch. Das um Veränderungen des Preisniveaus bereinigte Wachstum soll dann bei 1,9 Prozent liegen. Für 2019 geht die Regierung dem Vernehmen nach von einem Plus von 1,8 Prozent aus. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an.

2017 soll die Zahl der Erwerbstätigen um 660 000 steigen, im kommenden Jahr dann um weitere 495 000 auf das Rekordniveau von 44,8 Millionen. Die Erwartungen der Bundesregierung decken sich in weiten Teilen mit denen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die Ende September ihre Schätzungen vorgelegt hatten.

Laut dem IWF wird die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3,6 Prozent und im nächsten Jahr um 3,7 Prozent nach oben gehen, wie Chefvolkswirt Maurice Obstfeld bei der Vorstellung des Weltwirtschaftsberichts am Dienstag in Washington sagte. Dies bedeutet eine Anhebung um je 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zu den Prognosen im April und im Juli. 2016 war die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen.

Die Eurozone, Japan, China, die aufstrebenden Länder Osteuropas und Russland treiben den Trend nach oben. Dagegen sieht der IWF für die USA, Großbritannien und Indien schwierigere Zeiten heraufziehen. Im Brexit-erschütterten Großbritannien habe der Wirtschaftsmotor in der ersten Hälfte 2017 mehr als erwartet gestottert, hieß es.

Mit Blick auf die von Donald Trump regierten USA sprach Obstfeld von „signifikanten politischen Unsicherheiten“. Die Wachstumsprognose für die größte Volkswirtschaft fiel mit 2,3 Prozent für 2018 bescheiden aus. Deutschland wird der IWF-Prognose zufolge im nächsten Jahr um 1,8 Prozent wachsen, 0,2 Punkte mehr als noch im Juli vorhergesagt.

dpa

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