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Wirtschaft Chinesisches Ehepaar importiert „Karls“ Erdbeerhof-Konzept
Nachrichten Wirtschaft Chinesisches Ehepaar importiert „Karls“ Erdbeerhof-Konzept
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00:00 12.03.2016

Rövershagen/Xi‘an. „Karls“-Erlebnisdorf bald auch in China? Der Inhaber des Familienunternehmens in Rövershagen (Landkreis Rostock) lacht. Als nächstes Projekt stehe natürlich die Eröffnung des Usedomer Erlebnisdorfes an, sagt Robert Dahl (45). Am 19. März startet in Koserow der sechste Ableger des Familien-Imperiums.

Doch China ist kein Scherz. Allerdings stammt die Idee, auch dort einen Erlebnisbauernhof aufzubauen, nicht von Dahl — sondern von einem chinesischen Ehepaar, das regelmäßig Freunde in Rostock besucht und mit denen auch den Rövershäger Erdbeerhof. „Die beiden haben mich im vorigen Sommer angesprochen, ob ich mir das Karls-Konzept auch in China vorstellen könnte“, sagt der Bauernsohn aus Schleswig-Holstein, der 1993 das Erdbeerhof-Konzept seines Vaters nach Mecklenburg transferierte. Neben dem Hauptstandort Rövershagen gibt es „Karls“ inzwischen auch an Warnemündes Kreuzfahrtpier, in Zirkow auf der Insel Rügen, in Wustermark am Stadtrand von Berlin sowie am Ursprungsstandort in Warnsdorf bei Lübeck.

Dabei war Dahl vorher schon in China. Auf einer großen Handelsmesse, wo der Rostocker nach Produkten für seine Bauernmärkte suchte, Emaille-Geschirr zum Beispiel. „Doch auf die Idee, dort ein Karls-Dorf aufzubauen, wäre ich allein nicht gekommen“, meint er.

In Xi‘an, einer Acht-Millionen-Stadt in Zentralchina, will das chinesische Unternehmer-Ehepaar das Erdbeer- und Erlebnis-Konzept umsetzen. Mit ähnlichen Produkten wie jenen, die es in den deutschen „Karls“-Märkten gibt. Und vor allem mit dem typischen Grundkonzept aus Schlemmen und Shoppen. Und jeder Menge Spaß für Kinder — von Kartoffelsackrutsche und Traktorbahn bis Ponyreiten und Haustierzoo, berichtet Dahl, der selbst drei Kinder hat. Ein Grundstück in China sei bereits gefunden. Die Landschaftsarchitektin, die alle deutschen „Karls“-Dörfer betreute, fertigt auch den Erstentwurf für das Projekt in China. Die gesamte Umsetzung vor Ort aber liege in den Händen der chinesischen Partner. Robert Dahl fungiert dabei vorwiegend als Berater. „Für uns ist das ein großes Abenteuer“, sagt der agile Mittvierziger, der sich insbesondere darüber freut, dass ein gemeinsamer Freund, der Rostocker Uhrenhersteller Thorsten Mählitz, „uns alle zusammengebracht hat“.

Ob aber die künftige Marmeladen-Manufaktur Erdbeeren von chinesischen Feldern verwenden soll oder sie tiefgefroren aus Deutschland importiert werden, das sei noch offen. Wie weit die Pläne gediehen sind, verrät der Unternehmer am Sonntag erstmals in einem Interview, das Internetradio Warnow Rostock von der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin sendet. „Und zwar vom offiziellen Stand Chinas aus“, sagt der Rostocker Radiojournalist Burghard Seidel.

Wie lange es bis zur Eröffnung des chinesischen „Karls“-Experiments noch dauert, darauf will sich Robert Dahl lieber nicht festlegen. Das hänge — wie auch bei den deutschen Vorhaben — von den Verhältnissen vor Ort ab. In Koserow auf Usedom dauerte es von der Idee bis zur Einweihung immerhin mehr als sechs Jahre.

Interview: Warnow Rostock, Sonntag 10 - 12 Uhr, www.nb-radiotreff.de

Von Elke Ehlers

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