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Citigroup zahlt streitbaren Investoren 730 Millionen Dollar

New York Citigroup zahlt streitbaren Investoren 730 Millionen Dollar

Die Finanzkrise holt die Wall Street mal wieder

ein: Die Citigroup zahlt im Rahmen eines Vergleichs 730 Millionen

Dollar (564 Mio Euro) an Investoren, die sich von der Großbank

hinters Licht geführt sahen.

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Auch wenn die Finanzkrise mittlerweile Jahre zurückliegt, stapeln sich bei den US-Gerichten die Klagen von Geschädigten. Eine Gruppe Investoren darf sich nun über Geld von der Citigroup freuen. Foto: Justin Lane

New York. Damit dürfte ein mehr als vier Jahre dauernder Rechtsstreit enden. Das Institut unterstrich am späten Montag in New York, dass mit dem Vergleich keine Schuld eingeräumt werde. Man wolle lediglich rechtliche Unsicherheiten aus der Welt schaffen. Nachbörslich sank die Aktie leicht.

Die klagenden Investoren hatten Vorzugsaktien und Anleihen der

Citigroup gekauft. In der Finanzkrise mussten sie Verluste

einstecken. Daran gaben sie dem Management der Bank eine Mitschuld,

weil dieses falsche Angaben über das Engagement im später zusammengebrochenen Hypothekenmarkt gemacht habe.

Die Millionen aus der Sammelklage sollen nun Fonds und anderen Investoren zugutekommen, die ihr Geld zwischen Mai 2006 und November 2008 in die Citigroup gesteckt hatten. Für die Zahlung hat die Bank bereits Rücklagen gebildet. Ein Richter muss dem Vergleich aber noch billigen.

Im September 2008 war die US-Investmentbank Lehman Brothers

umgekippt, was für Schockwellen an den Märkten gesorgt hatte. Die

Citigroup musste in der Folge von der US-Regierung mit 45 Milliarden

Dollar gerettet werden. Inzwischen steht die Bank wieder auf eigenen

Beinen und schreibt Gewinne. „Citi ist heute ein ganz anderes Unternehmen als zu Beginn der Finanzkrise“, erklärte die Wall-Street-Bank. Immer wieder kochen aber Vorwürfe aus der Finanzkrise hoch. Dabei geht es anders als im vorliegenden Fall meist darum, dass Investoren den Banken vorwerfen, sie beim Verkauf der eigentlichen Hypothekenpapieren getäuscht zu haben.

In diesen Papieren hatten die Banken im großen Stil problematische Eigenheimkredite gebündelt und weiterveräußert. Als die Preise am US-Häusermarkt einbrachen und viele Menschen ihre Arbeit verloren, blieben aber plötzlich zahlreiche Kreditraten aus. Die Folge waren die Wirren an den Finanzmärkten.

dpa

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