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Continental experimentiert seit zehn Jahren mit Löwenzahn

Anklam Continental experimentiert seit zehn Jahren mit Löwenzahn

In der Region Anklam will der Reifenproduzent große Flächen mit der Pflanze bestellen, aus der Naturkautschuk gewonnen werden kann

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Es soll rundlaufen in Anklam: Bürgermeister Michael Galander gemeinsam mit Dr. Carla Recker von Continental.

Quelle: Christian Rödel

Anklam. Geht es nach Bürgermeister Michael Galander (Initiative für Anklam), gilt seit gestern „der Russische Löwenzahn als Lieblingspflanze Anklams“. Die Begeisterung des Stadtoberhauptes der Hansestadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald für die krautige Staude überrascht nicht.

Schließlich will der Reifen-Riese Continental aus den Wurzeln dieser Pflanze Naturkautschuk in großem Stil gewinnen. Auf der bundesweiten Suche nach Anbauflächen entschied sich der Weltkonzern für Vorpommern. Gut zwei Jahre währten Vorgespräche und Planungen zwischen Stadt, Landkreis, Wirtschaftsministerium und Konzernzentrale in Hannover.

Nun können größere Feldversuche in der Region starten. Derzeit gibt es in Bayern eine vier Hektar große Test-Fläche und bei Anklam ein Zwei-Hektar-Areal. Zudem wird das Conti-Testlabor von Olpe (Nordrhein-Westfalen) nach Anklam umziehen und ausgebaut. 35 Millionen Euro werden investiert. Seit zehn Jahren forschen Projektchefin Dr. Carla Recker und zehn Partner, darunter das Fraunhofer Institut IME im nordrhein-westfälischen Münster, an der Wildpflanze. „Wir kultivieren sie. Ziel ist es, bis zu 1,5 Tonnen pro Hektar und Jahr zu gewinnen. Das produzieren asiatische Kautschukplantagen.“ Noch aber erreicht Reckers Team diese Mengen nicht.

Andererseits steigt der Bedarf. „Allein um Naturkautschuk für die jährlich in Deutschland verkauften Pkw-Reifen zu produzieren, müssten 240000 Hektar mit Russischem Löwenzahn bestellt werden.“

Dr. Andreas Topp, Leiter Materialwirtschaft der Continental Reifen Deutschland, betont andererseits, dass „dies nur neun Prozent der heutigen Maisanbaufläche im Bundesgebiet sind“. Bis zur Groß-Produktion aber ist es ein langer Weg. Viele Fragen, etwa mit den Landwirten, sind zu klären. „In fünf bis zehn Jahren wird sich zeigen, ob ein Kautschukwerk Sinn macht“, so der Experte. Und damit auch, ob dieser Löwenzahn Anklams Lieblingspflanze wird. Volker Penne

OZ

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