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Wirtschaft Das Ende der teuren Gebühren
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02:24 04.04.2014
Brüssel

In der Europäischen Union rückt ein Ende der Roaming-Gebühren näher. Das Europaparlament stimmte gestern dafür, die Zusatzgebühren für Handy-Telefonate im Ausland bis Ende 2015 abzuschaffen — sechs Monate früher als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Gleichzeitig votierte das Parlament für eine gesetzliche Absicherung der sogenannten Netzneutralität, die ein offenes und verbraucherfreundliches Internet gewährleisten soll.

Den Plänen des Europaparlaments zufolge sollen ab Januar 2016 überhaupt keine Extrakosten mehr entstehen, wenn ein Bürger auf Reisen im EU-Ausland mit dem Handy telefoniert, SMS verschickt oder mobil im Internet surft. Zur Erhaltung der Netzneutralität soll verhindert werden, dass große Internetriesen wie Google Kunden gegen Bezahlung besonders schnelle Netz-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen dürfen. Kritiker fürchten, dies könnte auf Kosten des Datenverkehrs kleiner und mittelständischer Anbieter und letztlich der Verbraucher gehen. Ziel der Neuregelung sei es, ein „Zwei-Klassen-Internet“ zu verhindern, betonte die SPD-Europaabgeordnete Petra Kammerevert.

Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) sagte, die Entscheidung zur Abschaffung der Roaming-Gebühren stärke die Verbraucher in Deutschland, für die das europäische Ausland ein attraktives Reiseziel sei. Der Branchenverband Bitkom erklärte dagegen, mit der Abschaffung der Gebühren würden Ziele wie der Ausbau des Breitbandnetzes konterkariert. Stattdessen würden einkommensschwache Bevölkerungsgruppen stärker belastet, weil die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung dann von den Anbietern erhöht würden, erklärte Bitkom in Berlin.

Bisher gelten für das Telefonieren und das Versenden von SMS im EU-Ausland Obergrenzen. Im Juli 2014 sinken die Obergrenzen für aus- und eingehende Anrufe von 24 auf 19 und von 7 auf 5 Cent je Minute und für Kurznachrichten von 8 auf 6 Cent je Minute (immer zuzüglich Mehrwertsteuer).



OZ

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