Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Das Geschäft mit der Sicherheit boomt

Ein Plus von 23,8 Prozent Das Geschäft mit der Sicherheit boomt

Nicht nur vor Flüchtlingsunterkünften: In Deutschland sind immer mehr private Wachschützer im Einsatz. Die Branche erwirtschaftet Milliarden - und sucht neue Leute.

Voriger Artikel
Die wichtigsten juristischen Baustellen für VW
Nächster Artikel
Volvo bereitet Abschied vom Diesel vor

Flüchtlinge stehen 2015 vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin, während Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Warteschlangen organisieren.

Quelle: Michael Kappeler

Berlin. Flughäfen, Kaufhäuser, Stadien: Unternehmen und Kommunen in Deutschland geben immer mehr Geld für private Sicherheitsdienste aus.

Der Branchenumsatz stieg im vergangenen Jahr weiter kräftig und erreichte mit 8,62 Milliarden Euro ein Plus von 23,8 Prozent, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft mitteilte. Damit legte die Branche im vergangenen Jahr noch stärker zu als 2015, als viele Sicherheitsunternehmen Aufträge in Flüchtlingsunterkünften bekommen hatten.

Das „Schutzbedürfnis“ der Kunden aus Wirtschaft, Staat und Kommunen sei ungebrochen, erklärte der Verband, der eigentlich mit nachlassender Dynamik gerechnet hatte. „Das Thema Sicherheit hat momentan einen Stellenwert wie ewig nicht mehr“, sagte Verbandspräsident Gregor Lehnert. So werde vor dem Hintergrund von Kriminalität und Terrorismus der Schutz von Flughäfen, Bahnen, Geschäften und Großveranstaltungen verstärkt.

Ende 2016 gab es schon in etwa so viele private Sicherheitsleute wie Polizisten; die Zahl war in dem Jahr um gut 18 000 auf 265 000 gestiegen. Unternehmen müssten mit höheren Löhnen um neue Leute buhlen. „Wir kriegen keine Mitarbeiter mehr“, sagte Lehnert. Momentan lägen die Stundenlöhne ohne Zuschläge zwischen 9,35 Euro und 17 Euro.

Das mache die Aufträge für die Kunden teurer, ebenso der stärkere Einsatz von Sicherheitstechnik. Zum Umsatzwachstum trug nach Verbandsangaben auch bei, dass mehr Anbieter mit Subunternehmen arbeiten und Aufträge so teils doppelt in die Statistik einfließen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Franco A. lernte Bomben bauen
Helmut Schmidt im Frühjahr 1940 als Leutnant der Luftwaffe an einem unbekannen Ort. Dieses Foto hing bislang als Bild in der Bundeswehr-Universität in Hamburg und wurde jetzt auf Grund der Debatte um das Verhältnis der Bundeswehr zur Wehrmacht entfernt.

CDU-Ministerin von der Leyen will sich in der Affäre Franco A. nicht vorwerfen lassen, sie kehre kritische Fakten unter den Teppich. Doch Verteidigungspolitiker der anderen Parteien ärgern sich, dass sie von einem Waffendiebstahl aus der Presse erfahren.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.