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Das Jugendangebot von ARD und ZDF heißt „funk“

Nur im Internet Das Jugendangebot von ARD und ZDF heißt „funk“

Der Name war lange ein gut gehütetes Geheimnis. Jetzt ist es raus: Die neuen Online-Formate von ARD und ZDF heißen „funk“. Comedy gehört ebenso dazu wie Beiträge zu Politik oder eine Web-Mystery-Serie.

Berlin. Spekulationen über den Namen gab es einige. Nun ist es raus: Das neue multimediale Angebot für Jugendliche von ARD und ZDF heißt „funk“. Es startet an diesem Samstag (1. Oktober).

ARD und ZDF haben es sich bis ganz zum Schluss aufgehoben, den neuen Namen bekanntzugeben, als am Donnerstag die neuen Formate für „funk“, das man wie „Funk“ auf Deutsch ausspricht, nicht wie „funk“ auf Englisch, in Berlin vorgestellt wurden. Der Arbeitstitel „Junges Angebot“, mit dem sich die Macher bisher zufriedengeben mussten, ist damit Geschichte.

Die neuen Online-Formate für 14- bis 29-Jährige sollen deutlich anders sein als die von ARD und ZDF gewohnten Programme. Ausdrücklich ist „funk“ nicht als neuer Kanal fürs jüngere Publikum geplant, in dem die üblichen Sendungen zu sehen sind. Mit klassischem linearen Fernsehen hat „funk“ kaum etwas zu tun. Ein Schwerpunkt sollen Webvideos sein, kündigten die Programmgeschäftsführer Florian Hager und Sophie Burkhardt an.

„Wir werden mit mehr als 40 Formaten an den Start gehen, und es werden auch noch ein paar mehr“, sagte Hager. „Wir sind mit einem Budget ausgestattet, das uns einiges ermöglicht.“ Pro Jahr stehen 43,7 Millionen Euro zur Verfügung. „funk“ ist ein gemeinsames Projekt von ARD, die zwei Drittel der Kosten trägt, und ZDF, das ein Drittel übernimmt. Die Federführung hat der Südwestrundfunk (SWR), die Zentrale hat ihren Sitz in Mainz. Alle Formate seien neu entwickelt worden, betonte Hager.

Die Beiträge lassen sich im Internet unter www.funk.net abrufen, auch per App am Smartphone und Tablet und vor allem auf Plattformen wie YouTube und Facebook, zum Teil auch bei Snapchat und Instagram. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. Inhaltlich gibt es drei Schwerpunkte: Information, Orientierung und Unterhaltung. Das kann ein Format wie „Headlinez“ sein, bei dem sich der Berliner Journalist und Blogger Rayk Anders in einem Beitrag zum Beispiel mit der AfD beschäftigt und dabei nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg hält.

Oder „Jäger und Sammler“, ebenfalls ein Info-Format: „Wir wollen konfrontativ und investigativ sein“, sagte Nemi El-Hassan, die daran mitarbeitet, zusammen mit dem Journalisten Friedemann Karig und Autorin Ronja von Rönne. Die jeweils fünf- bis zehnminütigen Beiträge zu politischen und gesellschaftlichen Themen sollen in erster Linie auf Facebook zu sehen sein.

Andere Formate wollen eher unterhalten, „Gute Arbeit Originals“ etwa, eine Comedy. „Wishlist“ ist eine zunächst zehnteilige Web-Mystery-Serie, die erst am 27. Oktober startet und sich um die Frage dreht, was passiert, wenn jeder Wunsch in Erfüllung gehen könnte.

„Auf Klo“ dagegen ist ein Talkformat auf YouTube für Mädchen: Dabei trifft Mai Thi Nguyen-Kim Woche für Woche einen Gast auf der Frauentoilette und redet mit ihm über alles, was es zu besprechen gibt: Freundschaft, Sex, Liebe und Karriere zum Beispiel.

Und das sind nur einige Beispiele aus dem „funk“-Spektrum. „Die Frage war lange, wie viele Formate bekommen wir bis zum Start auf die Straße“, sagte Sophie Burkhardt. „Zu sehen, welche Breite und Qualität dann zusammengekommen ist, war schon ein gutes Gefühl.“

Der Start für „funk“ ist gleichzeitig das Aus für die Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur. Für beide ist in der Nacht zum 1. Oktober Schluss.

dpa

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