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Dax geht etwas schwächer ins Wochenende

Börse in Frankfurt Dax geht etwas schwächer ins Wochenende

Der Dax hat sich am Freitag mit leichten Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Gute Wachstumszahlen aus der US-Wirtschaft halfen ihm, sein Minus am Nachmittag etwas einzudämmen.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der Dax hat sich am Freitag mit leichten Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Gute Wachstumszahlen aus der US-Wirtschaft halfen ihm, sein Minus am Nachmittag etwas einzudämmen.

Am Brückentag nach Christi Himmelfahrt bedeuteten 12 602,18 Punkte am Ende nur noch einen kleinen Abschlag von 0,15 Prozent. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf um 0,3 Prozent nachgegeben.

Der Dax blieb damit in seiner engen Spanne, die nun schon den siebten Handelstag in Folge Bestand hat. „Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark“, sagte der Analyst Milan Cutkovic.

Die anderen deutschen Aktienindizes wollten sich zum Wochenschluss nicht auf eine eindeutige Richtung einlassen. Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,38 Prozent auf 25 208,33 Zähler zulegte, schloss der Technologiewerte-Index TecDax 0,02 Prozent tiefer bei 2275,43 Punkten.

Unternehmensnachrichten waren Mangelware. In einem europaweit freundlichen Branchenumfeld gehörten ProSiebenSat.1-Aktien im Dax mit 0,90 Prozent zu den größten Gewinnern. Börsianer begründeten dies mit einer allgemein verbesserten Stimmung für Medienwerte. Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank hingegen belegten mit Verlusten von bis zu 2,14 Prozent die letzten Indexplätze.

Autobauer waren laut Dirk Rogowski von Veritas Investment im „Schwitzkasten“ von Donald Trump, der sich vor dem G7-Gipfel auf Sizilien über den deutschen Handelsüberschuss beschwert hatte. Der „Spiegel“ zitierte den US-Präsidenten mit den Worten: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“ BMW-Titel verloren daraufhin rund 1 Prozent, für VW und Daimler ging es um 0,6 Prozent abwärts.

Pünktlich zum anlaufenden Übernahmeangebot für Drillisch erreichten die Aktien von United Internet erstmals seit Januar 2016 wieder kurz die Marke von 49 Euro. Angetrieben von dem Plan, mit Drillisch eine starke vierte Kraft am deutschen Mobilfunkmarkt aufzubauen, war der Internet- und Telekomkonzern so zeitweise wieder 10 Milliarden Euro wert. Dann ging den Papieren aber die Luft aus: Zuletzt stand ein Minus von einem halben Prozent auf der Kurstafel.

Bei einigen Nebenwerten waren Rekorde ein Thema - so bei den Aktien von CTS Eventim, die um 2,34 Prozent stiegen und im Tagesverlauf erstmals mehr als 38 Euro kosteten. Im TecDax ging die Rally bei den Titeln des Bausoftware-Herstellers Nemetschek mit plus 1,78 Prozent weiter. Sie erreichten zwischenzeitlich erstmals die Marke von 70 Euro. Im SDax zogen Hypoport-Aktien um fast 6 Prozent an. Ein Händler begründete die Bestmarke bei 128 Euro mit „anhaltend guter Stimmung“.

Beim EuroStoxx war die Tendenz leichter - wenn auch im Tagesverlauf ähnlich erholt wie beim Dax. Der Leitindex der Eurozone schloss 0,15 Prozent tiefer bei 3579,02 Punkten. Der CAC 40 hingegen schloss kaum verändert. In London profitierte der 0,4 Prozent festere FTSE 100 mit einem Rekordhoch vom schwachen Pfund. In New York startete der Leitindex Dow Jones Industrial kaum verändert in den Tag.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 161,79 Punkte. Der Euro sank auf 1,1169 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1196 (Donnerstag: 1,1214) Dollar festgesetzt.

dpa

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