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Dax macht Jahresverlust so gut wie wett

Frankfurt/Main Dax macht Jahresverlust so gut wie wett

Das ganze Jahr über stand der Dax in der Verlustzone, weil es gleich nach dem Jahreswechsel deutlich abwärts gegangen war. Erst jetzt konnte er Gewinne ausweisen. Dabei gäbe es genug Gründe, von Aktien die Finger zu lassen.

Frankfurt/Main. Der Dax hat seinen bisherigen Jahresverlust so gut wie wettgemacht. Zum Handelsschluss stand der wichtigste deutsche Aktienindex 0,24 Prozent höher bei 10 739,21 Punkten und damit nur knapp 4 Zähler unter seinem Schlussstand von 2015.

Am Vormittag hatte das Barometer zudem bei 10 802,32 Punkten so hoch notiert wie noch nie im laufenden Jahr.

Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,06 Prozent auf 21 850,11 Punkte vor. Im frühen Handel hatte der Index bei 21 947,54 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,53 Prozent auf 1746,82 Punkte hoch.

Händler begründeten die insgesamt gute Börsenstimmung mit dem Ölpreisanstieg im Zuge der Spekulationen über eine baldige Drosselung der Fördermenge der Opec-Staaten. Außerdem hätten der chinesische Aktienmarkt mit einem Siebenmonatshoch und Rekorde an der Wall Street die Kurse gestützt. Und schließlich hätten schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten aus Japan neue Hoffnung auf weitere Schützenhilfe der dortigen Notenbank aufkommen lassen.

Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX, verwies jedoch auch auf das wegen der Urlaubszeit geringe Handelsvolumen am Markt. Nennenswerte Widerstände der Verkäufer fehlten zurzeit schlichtweg.

An der Spitze im Dax zogen die Aktien von HeidelbergCement um 1,95 Prozent an. Dahinter ging es für die Vorzüge von Volkswagen um 1,36 Prozent hoch. Der Autobauer darf 460 000 weitere Fahrzeuge technisch umrüsten, die vom Dieselskandal betroffen sind. Das Kraftfahrtbundesamt hat die Nachbesserungslösungen freigegeben.

Schlusslicht im Dax waren die Papiere der Lufthansa mit einem Minus von 2,31 Prozent. Im Tarifstreit bei der Fluggesellschaft hatten das Unternehmen und die Pilotengewerkschaft VC ihre Gespräche ergebnislos abgebrochen. Flugreisende müssten derzeit aber keine Streiks befürchten, hieß es.

Die Aktionäre des Dünger- und Salzproduzenten K+S scheinen zunehmend den Glauben an eine baldige Geschäftserholung zu verlieren. Die Papiere setzten im MDax ihren Abwärtstrend mit minus 4,41 Prozent fort. Expertenlob gab es aber für Kion: Das Investmenthaus Jefferies hatte die Aktien des Gabelstapler-Herstellers zum Kauf empfohlen. Die Papiere gewannen an der MDax-Spitze 1,64 Prozent.

Im SDax zollten die Anteile des Fahrzeugsitze-Herstellers Grammer und die des Motorenbauers Deutz ihrem zuletzt guten Lauf Tribut. Sie verloren 5,36 beziehungsweise 4,94 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,06 Prozent auf 3046,65 Punkte. Der Pariser Cac 40 gab um 0,05 Prozent nach. Für den Londoner FTSE 100 ging es moderat nach oben. Der New Yorker Dow-Jones-Leitindex stand zum Handelsschluss in Europa ein gutes halbes Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Freitag auf minus 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 144,38 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,21 Prozent auf 167,31 Zähler nach. Der Kurs des Euro legte zuletzt auf 1,1199 US-Dollar zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1180 (Freitag: 1,1158) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8945 (0,8962) Euro gekostet.

dpa

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