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Dax macht Verluste nach durchwachsenen US-Jobdaten

Börse in Frankfurt Dax macht Verluste nach durchwachsenen US-Jobdaten

Einmal mehr verfehlt ein mit Spannung erwartetes Ereignis die erhoffte Signalwirkung. Die Schaukelbörse setzt sich nach den Daten vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt fort.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Am deutschen Aktienmarkt haben Jobdaten aus den USA für Ernüchterung gesorgt. Der Dax knüpfte am Freitag an seine jüngsten Verluste an und fiel um 0,74 Prozent auf 10 490,86 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 0,19 Prozent.

Insgesamt kommt der Dax nun schon seit Wochen unter dem Strich kaum vom Fleck. Zwar seien mehrere Versuche der Verkäufer gescheitert, den Markt nachhaltig nach unten zu drücken, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Auf der anderen Seite falle aber auch die Kauflaune bescheiden aus. „Was bleibt ist ein lustloses Hin und Her ohne klare Richtung.“

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax büßte am Freitag 1,32 Prozent auf 21 275,37 Punkte ein. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,81 Prozent auf 1793,81 Zähler nach unten.

Der US-amerikanische Arbeitsmarkt präsentierte sich im September durchwachsen. Der Stellenaufbau blieb hinter den Erwartungen zurück und die Arbeitslosigkeit stieg leicht an. Positive Signale kamen dagegen von der Lohnentwicklung, die etwas Fahrt aufnahm.

„Die Daten aus den USA sind weder Fisch noch Fleisch", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Ein Investmentexperte sagte, die Nachrichten vom Arbeitsmarkt hätten letztlich an den Erwartungen der Anleger hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank Fed nichts geändert.

Auf der Unternehmensseite stand der Börsengang der RWE-Ökostromtochter Innogy im Fokus. Die Papiere schlossen auf dem Ausgabepreis von 36 Euro, der allerdings am oberen Ende der angestrebten Spanne gelegen hatte. RWE-Aktien hingegen knickten am Dax-Ende um mehr als 7 Prozent ein. Händler begründeten das auch damit, dass große Investoren ihre Portfolios umschichteten und dabei RWE-Anteile teilweise durch Innogy-Papiere ersetzten.

Die Aktien des Konkurrenten Eon profitierten an der Index-Spitze mit einem Plus von 3,77 Prozent von einem Pressebericht über einen möglichen Einstieg des schwedischen Investors Cevian. Nach einem Tag Pause setzten zudem die Papiere der Deutschen Bank ihre Erholung fort. Der Finanzkonzern erwägt laut einem Pressebericht, zur Stärkung der Kapitalbasis seine Vermögensverwaltung an die Börse zu bringen. Die Papiere legten um rund 0,5 Prozent zu.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,70 Prozent auf 3000,57 Punkte. Ähnlich deutlich im Minus schloss auch der Pariser CAC 40. Dank Kursgewinnen im schwergewichtigen Rohstoffsektor jedoch legte der Londoner FTSE 100 zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial wiederum fiel zum europäischen Handelsschluss um rund ein halbes Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent auf minus 0,12 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,30 Prozent auf 143,39 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,14 Prozent auf 163,91 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg zuletzt etwas und notierte bei 1,1159 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1140 (Donnerstag: 1,1185) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8976 (0,8941) Euro.

dpa

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