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Dax mit starker Woche - Techwerte unter Druck

Börse in Frankfurt Dax mit starker Woche - Techwerte unter Druck

Um gut 6 Prozent ging es für den deutschen Leitindex aufwärts, seit die Anleger den ersten Trump-Schock vom Vortag verdaut haben. Die Erholungsrally lud nun zu Gewinnmitnahmen ein.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der Dax hat am Freitag eine turbulente Woche sehr erfolgreich beendet. Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 10 667,95 Punkte aus dem Handel, nachdem er am Vormittag noch im Minus gelegen hatte.

Im Wochenverlauf gelang dem Dax damit ein Gewinn von fast 4 Prozent. Der MDax fiel am Freitag hingegen um 0,47 Prozent auf 20 381,26 Punkte. Der TecDax sackte gar um 1,21 Prozent auf 1694,64 Punkte ab. Wie bereits am Vortag litten Tech-Werte unter Befürchtungen, dass eine restriktive Handelspolitik des künftigen US-Präsidenten die stark im Ausland engagierten Technologie- und Internetunternehmen treffen könnte.

Unter den Einzelwerten im Dax stachen erneut die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank mit Gewinnen von 4,57 beziehungsweise 1,60 Prozent positiv hervor. Die Aktien der Geldhäuser profitieren seit der Wahl Trumps von Aussichten auf wieder steigende Zinsen. Die Deutsche-Bank-Papiere stützte zudem eine Studie von Barclays, wonach die Chancen auf eine gütliche Einigung der Bank mit den US-Behörden gestiegen seien. Dort steht nach wie vor eine Forderung im Zusammengang mit windigen Hypothekengeschäften aus Zeiten vor der Finanzkrise von 14 Milliarden US-Dollar im Raum.

Der Versicherer Allianz meldete einen Gewinnsprung im dritten Quartal, was den Aktien ein Plus von 1,38 Prozent bescherte. Unter dem Strich hatte der größte Versicherer Europas einen Überschuss von knapp 1,9 Milliarden Euro und damit rund 37 Prozent mehr als ein Jahr zuvor erwirtschaftet. Die Papiere des Autobauers BMW schnellten nach monatlichen Absatzzahlen um 4,34 Prozent nach oben.

Während HeidelbergCement mit einem Minus von 4,36 Prozent unter einer Abstufung des Analysehauses Kepler Cheuvreux litten, wurden die RWE-Papiere von einem Gewinnrückgang bei der Ökostrom-Tochter Innogy belastet. Sie büßten 2,76 Prozent ein, die Papiere der im Oktober an die Börse gebrachte Sparte Innogy verloren etwas mehr als 3 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,54 Prozent auf 3030,02 Punkte. Der Pariser CAC-40-Index gab um rund 0,9 Prozent nach, der Londoner FTSE-100-Index fiel um gut 1,4 Prozent. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss rund 0,3 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,05 Prozent am Vortag auf 0,12 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,34 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund Future sank um 0,12 Prozent auf 160,25 Punkte. Der Euro setzte seine Abwärtstendenz seit der US-Wahl fort und wurde zuletzt bei 1,0838 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,0904 Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9171 Euro.

dpa

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