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Dax schließt nahe am Rekord

Börse in Frankfurt Dax schließt nahe am Rekord

Im Zuge der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison hat der deutsche Aktienmarkt geschwächelt. Der Dax, der vor kurzem noch bei 12 783 Punkten einen Rekord aufgestellt hatte, gab nun um 0,36 Prozent auf 12 711,06 Punkte nach.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt hat nach leichten Vortagesverlusten wieder zugelegt und knapp unter seinem Rekordhoch geschlossen. Besonders kräftig ging es aber für den TecDax nach oben.

Der Technologiewerte-Index erreichte erstmals seit den Zeiten des Neuen Marktes wieder die Marke von 2200 Punkten und ging letztlich mit einem Plus von 2,95 Prozent auf 2210,43 Punkte ins Wochenende.

Treiber der starken Entwicklung sind Übernahmepläne: Der Telekom- und Internetkonzern United Internet will das Mobilfunkunternehmen Drillisch schlucken. Die Aktien der beiden Unternehmen legten jeweils im zweistelligen Prozentbereich zu.

Der Dax ging mit plus 0,47 Prozent auf 12 770,41 Punkte minimal unter Tageshoch aus dem Handel. Damit trennen ihn keine 13 Punkte mehr von seiner am Dienstag erklommenen Bestmarke. Auf Wochensicht ergibt sich für den Leitindex ein kleiner Gewinn von 0,4 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,16 Prozent auf 24 946,80 Punkte. Moderate Gewinne verzeichneten die Börsen auch europaweit. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,39 Prozent auf 3637,52 Punkte hoch und auch in Paris und London stiegen die Kurse. An der Wall Street hingegen standen zum europäischen Handelsschluss leichte Verluste zubuche.

Die Drillisch-Aktien schnellten letztlich in Rekordhöhe mit plus 11,59 Prozent auf 54,16 Euro. Die Papiere des Index-Schwergewichts United Internet sprangen gar um 13,92 Prozent in die Höhe auf 48,69 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2016. United-Internet-Chef Ralph Dommermuth will mit dem Milliarden-Deal eine starke vierte Kraft im deutschen Markt neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland schaffen.

Derweil setzte sich die Berichtssaison im deutschen Leitindex mit den Quartalsergebnissen von Thyssenkrupp und der Allianz fort. Für die Papiere des Essener Industrie- und Stahlkonzerns ging es am Dax-Ende um 4,06 Prozent nach unten, obwohl die operativen Ergebnisziele für das Geschäftsjahr erhöht wurden. Ein Händler nannte das zweite Geschäftsquartal von Thyssenkrupp durchwachsen. Anteile des Versicherers Allianz gaben moderat nach, waren aber erst jüngst auf den höchsten Stand seit 2007 geklettert.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 141,21 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,34 Prozent auf 160,96 Punkte. Der Euro legte nach überwiegend schwachen US-Konjunkturdaten deutlich zu und wurde am Abend mit 1,0928 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0876 (Donnerstag: 1,0860) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9195 (0,9208) Euro.

dpa

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