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Dax trotzt Trump und Brexit und nimmt Kurs auf Rekordhoch

Börse in Frankfurt Dax trotzt Trump und Brexit und nimmt Kurs auf Rekordhoch

Als „Hexensabbat“ bezeichnet man den großen Verfallstag an den Terminbörsen. An diesem Tag laufen dort Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus. Experten warnen deshalb vor größeren Schwankungen.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Weder Donald Trumps politische Misserfolge noch die anstehenden Brexit-Verhandlungen können die Anleger schrecken.

Der Dax marschierte, gestützt von einem etwas schwächeren Euro, weiter in Richtung seines Rekordhochs. Ein günstigerer Euro kommt exportorientierten Unternehmen zugute.

Am Nachmittag stieg der deutsche Leitindex um 0,51 Prozent auf 12 211,43 Punkte. Die knapp zwei Jahre alte Bestmarke des Börsenbarometers von 12 390 Punkten rückt damit immer näher.

Der MDax stieg um 0,36 Prozent auf 23 664,95 Zähler, der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,53 Prozent auf 2030,45 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,18 Prozent zu.

Nachdem die Stimmung der US-Verbraucher am Dienstag auf den höchsten Stand seit über 16 Jahren gestiegen sei, hätten die Anleger den „Trumpcare-Rückschlag“ abgehakt, schrieb Marktanalyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets. Die derart zurückhaltende Reaktion an den Börsen auf die Schlappe des US-Präsidenten mit seiner Gesundheitsreform sei ein Signal gewesen, dass es nicht zu einem Ausverkauf kommen werde.

Dass die Ratingagentur Standard & Poor's einigen deutschen Banken nun eine bessere Kreditwürdigkeit bescheinigte, half den beiden Branchenvertretern im Dax nur kurzzeitig. Am Nachmittag waren die zuletzt wieder sehr gut gelaufenen Commerzbank-Aktien mit minus 1,51 Prozent Schlusslicht, während sich die Aktien der Deutschen Bank noch moderat im Plus hielten.

Ein Börsianer verwies auf einen Medienbericht unter Berufung auf Insiderkreise der Europäischen Zentralbank. Demnach scheuten die Ratsmitglieder der EZB noch davor zurück, einen möglichen Kurswechsel in der ultralockeren Geldpolitik zu signalieren.

Im TecDax zählten die in letzter Zeit gemiedenen Aktien von SMA Solar mit plus 1,36 Prozent zu den Favoriten. Der Solarindustriezulieferer verkaufte seine Tochter SMA Railway Technology an einen chinesischen Bahntechnikkonzern und geht von einem positiven Beitrag im ersten Quartal aus. Unterdessen gewannen die Papiere des einstigen TecDax-Unternehmens Solarworld im Tagesverkauf fast ein Viertel an Wert hinzu. Ein optimistischerer Blick in die Zukunft verlieh den arg gebeutelten Aktien des schwer angeschlagenen Solarkonzerns Rückenwind.

Die Aktien von Pfeiffer Vacuum gaben nach einer erneuten Übernahmeofferte des Konkurrenten Busch um 0,59 Prozent auf 118,75 Euro nach. Die Busch Gruppe, die erst Mitte März ein früheres Angebot von 96,20 Euro je Aktie zurückgezogen hatte, bietet nun 110 Euro je Aktie. Zudem sollen die Anteilseigner die noch ausstehende Dividende für 2016 von 3,60 Euro je Papiere behalten dürfen.

Im SDax eroberten die Grammer-Aktien mit plus 3,87 Prozent die Spitze. Im Abwehrkampf gegen die umstrittene Investorenfamilie Hastor hob der Autozulieferer die Dividende auf einen Rekordwert an. Dagegen waren Scout24-Titel nach einer laut Händlern „enttäuschenden Umsatzprognose“ des Online-Portalbetreibers mit minus 9,03 Prozent Schlusslicht.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte bei 141,67 Punkten. Der Bund Future stieg auf 0,33 Prozent auf 160,79 Punkte. Der Kurs des Euro fiel am Nachmittag auf 1,0761 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Diestag auf 1,0859 Dollar festgesetzt.

dpa

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