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Wirtschaft Den Deutschen geht es noch prächtig
Nachrichten Wirtschaft Den Deutschen geht es noch prächtig
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00:00 21.10.2017
Berlin

Die neue Ausgabe seines Jahrbuchs wurde gestern vom Statistischen Bundesamt in Berlin vorgestellt. Im letzten Jahr war das Thema Gesundheit in den Mittelpunkt gerückt und machte deutlich, dass sich die Deutschen recht fit fühlen und gesundheitsbewusst leben. In diesem Jahr hatte die Behörde besonders im Blick, wo die Deutschen im europäischen Vergleich stehen, sowohl bei Außenhandel und Arbeitsmarkt als auch bei Verdiensten, Preisen oder Wohnen.

Im Außenhandel gingen 59 Prozent der Ausfuhren 2016 in Länder der EU, 58 Prozent der Importe kamen von dort. Zu den wichtigsten europäischen Handelspartnern zählen Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Italien. „Die offenen Grenzen innerhalb der EU sind für viele Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden“, hieß es mit Verweis darauf, dass 4,3 Millionen Ausländer in Deutschland den Pass eines EU-Landes haben und 850 000 Deutsche im europäischen Ausland leben.

Ob Brot, Obst oder Gemüse: Für 332 Euro kauft ein deutscher Haushalt monatlich Lebensmittel. Das sind zwar 50 Euro mehr als noch 2003, doch gemessen an allen Konsumausgaben leben die Bundesbürger bei Nahrungsmitteln noch immer günstiger als die meisten anderen Europäer. Eine große Spanne zwischen den EU-Mitgliedern zeigt sich vor allem bei den Einkommen: Ein Däne verdient fast zehn Mal so viel wie ein Bulgare. Auch innerhalb Deutschlands gibt es gravierende Unterschiede: Im Osten verharren Stundenlöhne bei etwa 17 Euro, während sie in Hessen fast 23 Euro erreichen. Beim Thema Wohnen zeigt sich: Die Mieten in Städten und Ballungsräumen steigen zwar, aber weil gleichzeitig die Einkommen zulegen, wird Wohnen im bundesweiten Durchschnitt nicht unbedingt teurer.

Außerdem zeigt das Jahrbuch, dass Deutschland nach Tschechien die niedrigste Erwerbslosigkeit in der EU hat, bei den Verdiensten an achter Stelle der 28 Staaten steht und bei den Preisen Platz elf markiert.

OZ

Das Jahrbuch des Statistischen Bundesamtes präsentiert Zahlen zu Außenhandel, Arbeitsmarkt und Co.

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