Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Der Osten gibt Gas: Jedes siebte deutsche Auto wird in den neuen Ländern gebaut
Nachrichten Wirtschaft Der Osten gibt Gas: Jedes siebte deutsche Auto wird in den neuen Ländern gebaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.05.2016
Erfurt/Leipzig

. Die Autoproduktion in Ostdeutschland hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Insgesamt sind rund 837 000 Fahrzeuge in den neuen Ländern von den Montagebändern gerollt, geht aus Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) für 2015 hervor. Das sei ein Produktionsplus von 15 Prozent. Jedes siebte deutsche Auto wurde damit in den neuen Ländern gebaut. Der Umsatz der Branche stieg um zehn Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Nach VDA-Angaben erwirtschaftete die Automobilindustrie 25 Jahre nach dem Produktionsende für die DDR-Autos Wartburg und Trabant 13 Prozent des ostdeutschen Industrieumsatzes.

Der Geschäftsführer des Ost-Branchennetzwerks Automotive Cluster (ACOD) in Leipzig, Jens Katzek, spricht von einer sehr positiven Entwicklung, aber auch von Problemen. Er nannte das eingebrochene Russlandgeschäft sowie Auswirkungen der VW-Krise. Beispiel dafür sei das Aus für die Phaeton-Produktion in der „Gläsernen Manufaktur“ von Volkswagen vor einigen Wochen in Dresden. Eine Entscheidung über die Zukunft der Manufaktur soll nach VW-Angaben spätestens bis Oktober oder November 2016 fallen.

Nach VDA-Angaben gehört die Autoindustrie nach wie vor zu den großen Investoren zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Eine Milliarde Euro sei 2014 investiert worden, fast doppelt so viel wie 2010 mit 514 Millionen Euro. Aktuell gebe es Investitionen im Mercedes- Benz-Werk in Ludwigsfelde (Brandenburg) oder in das Batteriewerk Kamenz (Sachsen), sagte Katzek.

Der VDA geht von etwa 69 000 Beschäftigten in der Ost-Autobranche aus. Dazu gehören Werke von Opel in Eisenach, VW in Zwickau und Chemnitz, von BMW und Porsche in Leipzig, aber auch große Motorenwerke wie das von Daimler im thüringischen Kölleda sowie Hunderte vielfach mittelständische Zulieferfirmen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es größere Standorte der Zulieferindustrie in Greifswald, Laage und Neubrandenburg. Als Vorteil der ostdeutschen Autoindustrie sieht Katzek eine gute Forschungsinfrastruktur. beispielsweise durch die Technischen Universitäten Ilmenau, Dresden und Berlin oder Fraunhofer- Institute in Chemnitz und Halle.

Das seit fast zehn Jahren bestehende Automobilcluster, das auch Forschungskooperationen unterstützt, vertritt die Interessen der Autohersteller und Zulieferer.

OZ

Stammwerk geht an US-Finanzinvestor und heißt künftig Wismar Pellets / Jobs in der Produktion bleiben erhalten / Auch zwei andere Standorte sind verkauft

03.05.2016

Die Fischer in Mecklenburg-Vorpommern bilanzieren für 2016 eine gelungene Heringssaison, allerdings mit Abstrichen.

03.05.2016

Die 30 Aktien des Dow Jones Industrial Index wiesen am 2.05.2016 um 22:25 Uhr MEZ folgende Schlusskurse auf.

02.05.2016