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Der nächste Sommer gehört den Billigfliegern

Frankfurt/Main Der nächste Sommer gehört den Billigfliegern

Ryanair, Eurowings & Co. machen mobil / Letzte Bastionen der Linien-Jets fallen / Platzhirsch Lufthansa nervös

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Billigflieger heben ab: Ein Airbus A 330 der Luft- hansa-Tochter Eurowings startet auf dem Flughafen Köln/Bonn.

Quelle: Foto: Oliver Berg/dpa

Frankfurt/Main. Die Billigflieger geben auf dem deutschen Markt richtig Schub. Mit der Lufthansa-Tochter Eurowings und der irischen Fluggesellschaft Ryanair erweitern die beiden größten Anbieter ihre Angebote im Vergleich zum Vorjahr stark. Auch die ungarische Wizz baut nach vorläufigen Erhebungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihr Angebot um mehr als ein Viertel aus. Und weil in Europa und dem angrenzenden Mittelmeerraum schon sehr viele Destinationen ausgereizt sind, nehmen immer mehr Gesellschaften auch Langstrecken in ihr Programm, die sie künftig nach dem Prinzip „no frills – keine Mätzchen“ bedienen wollen.

An den deutschen Flughäfen fallen in diesem Sommer die letzten Bastionen der Linienflieger. In Frankfurt – dem deutschen Flughafen mit dem niedrigsten Billiganteil von knapp vier Prozent – geht im März Ryanair mit zwei Maschinen an den Start und versetzt allein damit den Platzhirsch Lufthansa in helle Aufregung. Deren Manager wettern zwar über die Billiggebühren, mit denen die Flughafengesellschaft Fraport den Neuankömmling pudert, planen aber auf der anderen Seite, im Sommer 2018 die eigene Eurowings zu gleichen Bedingungen an den Start zu bringen.

Am zweiten Lufthansa-Drehkreuz München tritt Eurowings schon in diesem Sommer gleich mit vier neuen Flugzeugen an, um mit 30 neuen Verbindungen die Billig-Konkurrenz der französischen Transavia, einer Tochter von Air France-KLM, in Schach zu halten. Aus der Air-Berlin-Erbmasse werden zudem weitere Jets in Wien und Palma de Mallorca stationiert. Zum Jahresende will die Lufthansa-Tochter nach neuesten Angaben 114 Jets am Start haben, bevor die belgische Tochter Brussels Airlines im kommenden Jahr ebenfalls integriert wird. Eurowings soll dann auf mehr als 160 Maschinen anwachsen.

Ryanair hält mit neuen Flugzeugen dagegen und steigert die Zahl ihrer Strecken aus Deutschland auf 245 nach 190 vor einem Jahr. Das entspricht rund 2000 Flügen in der Woche von und nach Deutschland, wie die Iren auf Anfrage mitteilen. Zusätzliche Flüge gibt es bei ihnen vor allem ab Berlin, Nürnberg und Hamburg. In Berlin-Schönefeld will auch der sonst zurückhaltende europäische Branchenzweite Easyjet wachsen.

Christian Ebner

OZ

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