Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Deutsche Bank: Jürgen Fitschen und Co. freigesprochen
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Bank: Jürgen Fitschen und Co. freigesprochen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 26.04.2016

. Freispruch für Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen und vier ehemalige Top-Banker des Geldhauses: Nach Überzeugung des Münchner Landgerichts haben die fünf Manager nicht vor Gericht gelogen, um Schaden von der Deutschen Bank abzuwenden. „Die Tatvorwürfe haben sich nicht bestätigt“, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. „Das ist ein Freispruch, wie er sich gehört.“ Die Staatsanwaltschaft will nun prüfen, ob sie Revision einlegt. Für Fitschen ist der Freispruch wenige Wochen vor seinem Abschied von der Spitze der Deutschen Bank ein letzter Triumph. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm sowie seinen Vorgängern Rolf Breuer, Josef Ackermann und zwei weiteren ehemaligen Top-Managern der Deutschen Bank vorgeworfen, vor fünf Jahren vor dem Oberlandesgericht München die Unwahrheit gesagt zu haben, um die Bank vor Schadenersatzzahlungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch zu bewahren. Für Ackermann und Breuer hatte die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen gefordert, für Fitschen eine Bewährungsstrafe und eine Geldbuße. Noll hatte aber bereits durchblicken lassen, dass ihn die Anklage nicht überzeugt.

Der 2011 gestorbene Medienunternehmer Leo Kirch hatte Breuer und die Deutsche Bank zeitlebens für den Zusammenbruch seines Konzerns verantwortlich gemacht, weil dieser sich Anfang 2002 in einem Fernsehinterview kritisch über die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe geäußert hatte. Noll zeigte sich allerdings überzeugt, dass Breuer Kirch nicht absichtlich habe schädigen wollen mit dem Interview. Die Frage in dem Interview sei nicht abgesprochen gewesen, Breuer habe vielmehr spontan reagiert. „Das war eher ein Herumeiern als eine gezielte Vernichtung des Kreditkunden Kirch“, sagte der Vorsitzende. Wenige Wochen nach dem Interview hatte Kirch Insolvenz angemeldet.

Es folgte eine Welle von Prozessen. Anfang 2014 einigte sich die Bank dann mit den Kirch-Erben auf einen Vergleich und zahlte 925 Millionen Euro. Die Münchner Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die fünf Banker in dem damaligen Verfahren nicht wahrheitsgemäß vor Gericht ausgesagt haben und klagte sie an.

OZ

Die Ebay-Anzeige fällt durch ihre Wortwahl auf: „Help! Kollegen-Team sucht Firma, Gewerbeimmobilie vorhanden“. Was steckt dahinter?

26.04.2016

. Die meisten gefährlichen Produkte in Europa kommen aus China. Insbesondere Spielzeug (27 Prozent), Kleidung und modische Accessoires (17 Prozent) wurden von den Behörden als riskant gemeldet.

26.04.2016

Eon und Statoil bauen vierten Windpark in der Ostsee vor MV / 35 Kilometer nordöstlich von Rügen sollen sich 60 Turbinen drehen / Sassnitz wird Basis für Bau und Service

26.04.2016
Anzeige