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Wirtschaft Deutsche Bank will ihr Image aufpolieren
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Bank will ihr Image aufpolieren
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11:12 08.05.2017
Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt: Nach den Sommerferien soll die neue Markenkampagne auch extern greifen. Quelle: Arne Dedert/
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Frankfurt/Main

Die Deutsche Bank bemüht sich nach einer Serie von Skandalen um ein besseres Image. Der über Jahre geltende Slogan „Leistung aus Leidenschaft“ soll einer neuen Markenkampagne weichen, für die Deutschlands größtes Geldhaus nach eigenen Angaben zunächst intern den Startschuss gab.

Statt eines Slogans oder Spruchs gibt es nur noch einen Hashtag: #PositiveImpact oder auf Deutsch #PositiverBeitrag. Damit wolle der Konzern zeigen, dass die fast 100 000 Mitarbeiter „für unsere Kunden und für die Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten wollen, dass sie viel Positives bewirken“, erklärte Markenchefin Lareena Hilton in einem Interview des Branchendienstes turi2.

Im Intranet der Bank sollen Mitarbeiter Beispiele berichten, nach den Sommerferien soll die neue Markenkampagne auch extern greifen. „Beim genauen Zeitpunkt legen wir uns noch nicht fest“, sagte Hilton.

Dass die Deutsche Bank an einem neuen Markenauftritt arbeitet, hatte Konzernchef John Cryan Anfang Februar bekräftigt. Cryan kam im Juni 2015 als Sanierer und drückte beim Abarbeiten der juristischen Altlasten aufs Tempo: Zinsmanipulation, dubiose Hypothekendeals, Geldwäsche-Vorwürfe. Im Namen des Vorstandes entschuldige sich der Brite öffentlich für die „Verfehlungen der Vergangenheit“.

Nun bricht Cryan auch beim Markenauftritt mit seinen Vorgängern - zumal der bisherige Slogan wegen der vielen Negativschlagzeilen etwa von Aktionären ohnehin immer wieder gegen die Bank gewendet wurde: „Leistung, die Leiden schafft“.

Mit dem Versuch, über einen neuen Markenauftritt Vertrauen zurückzugewinnen, ist die Deutsche Bank in bester Gesellschaft: Die in der Finanzkrise mit Steuermilliarden gerettete Commerzbank kehrte von „Gemeinsam mehr erreichen“ zu ihrem alten Werbeauftritt „Die Bank an Ihrer Seite“ zurück.

dpa

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