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Deutsche Börse stellt sich Aktionären

Nach gescheiterter Fusion Deutsche Börse stellt sich Aktionären

Eine geplatzte Fusion und Insidervorwürfe gegen Konzernchef Carsten Kengeter - für Zündstoff ist gesorgt bei der Hauptversammlung der Deutschen Börse heute in Frankfurt.

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Muss den Aktionären erklären, wie es für die Deutsche Börse nach der geplatzten Fusion mit der Londoner Börse LS weitergehen soll: Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter.

Quelle: Boris Roessler/archiv

Frankfurt/Main. Eine geplatzte Fusion und Insidervorwürfe gegen Konzernchef Carsten Kengeter - für Zündstoff ist gesorgt bei der Hauptversammlung der Deutschen Börse heute in Frankfurt.

Kengeter muss den Aktionären erklären, wie es für den Dax-Konzern nun ohne Partner weitergehen soll - nachdem er zuvor für den angestrebten Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE geworben hatte. Kam zudem das Nein der EU-Wettbewerbshüter nicht mit Ansage? Kritiker meinen, der Fusionsplan sei im Grunde schon seit dem Brexit-Votum der Briten im vergangenen Sommer tot gewesen.

Zusätzlich angeschlagen ist Kengeter wegen Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zum Verdacht auf Insiderhandel des Börsenchefs. Kengeter hatte im Dezember 2015 im Rahmen eines Vergütungsprogramms Deutsche-Börse-Anteile im Wert von 4,5 Millionen Euro gekauft, die er nicht vor Ende 2019 veräußern darf. Zehn Wochen später, am 23. Februar 2016, machten Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) Fusionsgespräche öffentlich. Aufsichtsrat und Vorstand stellten sich im Fall der Ermittlungen hinter Kengeter.

Zumindest die jüngsten Geschäftszahlen dürften die Stimmung der Anteilseigner etwas aufhellen: Im ersten Quartal 2017 stiegen sowohl Umsatz als auch Gewinn. Freuen dürfen sich die Aktionäre auf einen Geldsegen in Form eines Aktienrückkaufs: Im zweiten Halbjahr will die Deutsche Börse ein Programm im Volumen von rund 200 Millionen Euro auflegen. Zudem soll die Dividende je Aktie von 2,25 Euro für das Geschäftsjahr 2015 auf 2,35 Euro für 2016 angehoben werden.

dpa

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