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Deutsche Premiumhersteller preschen auf US-Markt vor

Detroit Deutsche Premiumhersteller preschen auf US-Markt vor

Vor dem Hintergrund der Budgetstreitigkeiten in Washington ging es im Februar auf dem US-Automarkt nur mit angezogener Handbremse voran. Nach einer vorläufigen Aufstellung der Fachzeitschrift Automotive News lag das Absatzplus gegenüber dem Vorjahresmonat bei 4 Prozent.

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Der Autobauer Daimler konnte auf dem US-Markt satte 22 Prozent zulegen. Foto: Jan-Philipp Strobel

Detroit. Im Januar waren die Verkäufe noch drei Mal so stark gestiegen.

Doch es gab auch positive Ausnahmen, wie die am Freitag vorgelegten Zahlen der Autobauer zeigten: So konnte Mercedes-Benz um satte 22 Prozent zulegen. Besonders die Geländewagen GL und GLK sowie die C-Klasse sorgten für den Zuwachs. Rivale Audi schaffte ein Plus von annähernd 28 Prozent. Hier waren die Zugpferde der A4 sowie die Geländewagen Q5 und Q7. Und Porsche kam auf ein Plus von 31 Prozent, ebenfalls dank seines Geländewagens Cayenne.

Bei den Münchener Rivalen von BMW lief es dagegen mau. Während sich die Kernmarke immerhin auf Vorjahresniveau bewegte, fielen die Verkäufe der Kleinwagen-Tochter Mini um 14 Prozent. Konzernweit kam ein Minus von 2 Prozent heraus. Schon im Januar war es eher durchwachsen für die Bayern gelaufen.

Auch für VW scheinen die gewaltigen Sprünge auf dem wichtigen US-Automarkt erst einmal passé. Im Februar konnte die einzige deutsche Massenmarke in den Vereinigten Staaten ihre Verkäufe um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern. Zur Erinnerung: Im Gesamtjahr 2012 lag das Plus bei 35 Prozent.

Die Bestseller Jetta und Passat verkauften sich nun sogar schlechter. Landeschef Jonathan Browning verwies am Freitag allerdings darauf, dass VW den 30. Monat in Folge seine Verkäufe habe steigern können. Zuletzt hatten die Wolfsburger in den 1970er Jahren ähnlich gute Ergebnisse in den USA eingefahren. Damals gab es noch den Käfer.

Marktführer in den USA sind ohnehin mit weitem Abstand die Amerikaner und Japaner. Die Opel-Mutter General Motors wurde 7 Prozent mehr Wagen los, Ford 9 Prozent, Toyota und Chrysler jeweils 4 Prozent. Allerdings lahmte auch hier das Geschäft teilweise.

Bislang herrscht unter Analysten und Herstellern aber kein Zweifel daran, dass im Gesamtjahr ein merkliches Plus auf dem US-Markt herauskommt. Die Amerikaner sind im Gegensatz zu den Europäern im Kaufrausch. Grund sind zum einen die besser laufende Wirtschaft und die wieder gestiegenen Häuserpreise. Zum anderen müssen viele Autobesitzer ihren überalterten Wagen schlicht durch ein neues Modell ersetzen.

dpa

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