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Deutsche Werften stellen wieder ein – neue Arbeitsplätze im Schiffbau

Hamburg Deutsche Werften stellen wieder ein – neue Arbeitsplätze im Schiffbau

/Rostock. Auf den deutschen Werften geht es für die Beschäftigten wieder aufwärts.

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Leiter der IG-Metall Küste Meinhard Geiken

Quelle: dpa

Hamburg. /Rostock. Auf den deutschen Werften geht es für die Beschäftigten wieder aufwärts. Gegenwärtig arbeiten fast 15 900 Arbeitnehmer bei den Schiffbaubetrieben im Norden, das sind 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das teilte die IG Metall Küste als Ergebnis einer Befragung der Bremer Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) gestern in Hamburg mit. Damit habe die Beschäftigung auf den Werften den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht.

„Die Schiffbaubetriebe sind wichtige industrielle Kerne in Norddeutschland“, sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. Daran habe sich seit der ersten Schiffbau-Umfrage der IG Metall Küste vor 25 Jahren nichts geändert, auch wenn heute weitaus weniger Menschen direkt auf den Werften beschäftigt seien. Die Perspektiven für die nähere Zukunft seien günstig. In den kommenden zwölf Monaten könnten bei den 37 erfassten Betrieben in den fünf Küstenländern bis zu 670 neue Arbeitsplätze entstehen. Dazu arbeiten bei den Werften rund 8600 Zeitarbeitskräfte und Beschäftigte mit Werkverträgen.

Der Anteil der Leiharbeiter sei zwar leicht von 14,6 auf 13,1 Prozent zurückgegangen, aber im Vergleich zu anderen Industriebranchen immer noch sehr hoch. „Wer nur noch mit einer Rumpfmannschaft antritt, verliert wichtiges Knowhow und setzt damit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens aufs Spiel“, erklärte der Bezirksleiter.

Die Auslastung der Werften sei gestiegen; Kreuzfahrtschiffe, Yachten und Fähren sowie der Marineschiffbau sorgen für Arbeit. „Besonders gut sind die Aussichten in Mecklenburg-Vorpommern, wo der malaysische Genting-Konzern die Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund ausbauen will“, sagte Geiken. Nur in einzelnen Unternehmen, etwa bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und bei der Lloyd Werft in Bremerhaven, gebe es Probleme mit der Beschäftigung.

Weltweit befindet sich die Schiffbau-Branche dagegen in einer tiefen Krise, unter der vor allem die asiatischen Werften leiden. Containerschiffe werden international kaum noch bestellt. In Deutschland werden solche Schiffe schon seit vielen Jahren nicht mehr gebaut. Eckart Gienke

OZ

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