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02:28 14.05.2016

Die Wirtschaft in Deutschland wächst so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr – trotz Abkühlung der Weltkonjunktur. Angetrieben von der Konsumfreude der Verbraucher und begünstigt vom milden Winter, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern mit. Das Wachstum fiel damit deutlich höher aus als von Ökonomen erwartet. Im vierten Quartal 2015 war die Wirtschaftsleistung noch um lediglich 0,3 Prozent angewachsen.

Den Brennstoff für den Wachstumsmotor liefert neben dem starken privaten Konsum die Flüchtlingskrise. Die staatlichen Ausgaben für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge sorgen für Aufträge. Die Bauwirtschaft profitiert kräftig vom milden Winter. Auch die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen stiegen deswegen deutlich. Der Außenhandel dämpfte dagegen das Wachstum, weil die Importe stärker stiegen als die Exporte.

„Auf die Binnendynamik ist unverändert Verlass, während der Außenhandel in einem weiter eher schwierigen internationalen Umfeld das Wachstum erneut belastete, aber wohl nur moderat“, erklärte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Vielen Verbrauchern sitzt das Geld seit Monaten locker, weil sich Sparen kaum noch lohnt und zugleich die gesunkenen Energiepreise die Haushalte entlasten. Löhne und Renten steigen und die Inflation ist im Keller – im April sanken die Verbraucherpreise erstmals seit Januar 2015 sogar wieder. Die Inflationsrate lag um 0,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Beflügelt wird die Kauflaune der Verbraucher auch von der günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt. Auch im Vorjahresvergleich wuchs die deutsche Wirtschaft: Das preisbereinigte BIP stieg um 1,3 Prozent. Ökonomen erwarten aber, dass die deutsche Wirtschaft ihr hohes Tempo im zweiten Quartal nicht halten kann.

OZ

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