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Deutscher Export hält Kurs

Drittes Rekordjahr in Folge Deutscher Export hält Kurs

Die Nachfrage aus der EU hält den deutschen Export am Laufen. Weniger gute Geschäfte machen die Unternehmen außerhalb Europas. Die Diskussion um Deutschland Handelsstärke dürfte dennoch weitergehen.

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mitarbeiter des Anlagenbauers VKK arbeiten an einem Gasbrennkessel für einen Kunden in Russland.

Quelle: Hendrik Schmidt

Wiesbaden. Die deutsche Exportwirtschaft hat ihren Rekordkurs das dritte Jahr in Folge fortgesetzt.

Trotz der Verunsicherung durch das Brexit-Votum und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten stiegen die Ausfuhren 2016 auf den Bestwert von 1,21 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte.

Es war den Angaben zufolge der dritte Rekord in Folge und ein Anstieg um 1,2 Prozent. Die Einfuhren erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 954,6 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchstwert.

Die Export-Stärke Deutschlands dürfte allerdings weiter für Diskussion sorgen. „Natürlich wird der Rekordhandelsüberschuss wieder Kritiker auf den Plan rufen. Aber denen soll gesagt sein: Die 2016er Zahlen sind vor allem das Ergebnis einer hervorragenden Leistung“, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner laut Mitteilung.

Da Deutschland mehr Waren im Ausland verkauft als vor dort einführt, stieg der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 252,9 Milliarden Euro. Der Leistungsbilanzüberschuss kletterte auf 266,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 252,6 Milliarden Euro). In die Leistungsbilanz fließen neben Waren und Dienstleistungen unter anderem Zinsen und Löhne ein.

Die Exportkraft Deutschland sorgt immer wieder für Kritik, zuletzt aus den USA. Präsidentenberater Peter Navarro warf Deutschland vor, die USA und die EU-Partner durch einen schwachen Euro „auszubeuten“.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte dies scharf zurückgewiesen. „Der Vorwurf, Deutschland beute die USA und andere Länder mit einer unterbewerteten Währung aus, ist mehr als abwegig.“ Deutsche Unternehmen seien vor allem deshalb so erfolgreich, „weil sie hervorragend auf den Weltmärkten positioniert sind und mit innovativen Produkten überzeugen“.

Besonders kräftig war die Nachfrage nach „Made in Germany“ im vergangenen Jahr in der Europäischen Union. Die Exporte stiegen um 2,2 Prozent auf 707,9 Milliarden Euro. Außerhalb der EU bekamen die Unternehmen dagegen die Schwäche des Welthandels und die politischen Unsicherheiten zu spüren. Die Ausfuhren sanken um 0,2 Prozent auf 499,6 Milliarden Euro. Ökonomen der BayernLB bewerteten den Anstieg der Exporte und Importe als „moderat“.

Der Außenhandelsverband BGA hatte zuletzt für 2016 ein Export-Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau vorhergesagt. Zum Jahresende legte die Branche allerdings einen kräftigen Schlussspurt gegenüber 2015 hin.

Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem Plus von bis zu 2,5 Prozent auf einen Rekord von 1235 Milliarden Euro. Die Risiken seien allerdings gewachsen. BAG-Präsident Börner verwies auf den anstehenden Brexit, weltweite Abschottungstendenzen und einen „unberechenbaren“ US-Präsidenten.

dpa

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