Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Deutschland fällt bei Hochtechnologie-Forschung zurück

Hamburg Deutschland fällt bei Hochtechnologie-Forschung zurück

Neue Erfindungen und Innovationen entscheiden maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg von Volkswirtschaften. Nach einer Studie hinkt Deutschland in wichtigen Bereichen den Konkurrenten hinterher.

Hamburg. Deutschland verliert als Forschungsland zunehmend an Boden gegen die Konkurrenten aus Asien und Nordamerika. In wichtigen Bereichen der Hochtechnologie gehen immer mehr Patente nach Korea und China, heißt es in einer Studie der Wirtschaftsberatung BDO und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).

„Für das Bestehen im globalen Wettbewerb wird es zunehmend wichtiger, Innovationsvorsprünge zu sichern“, sagte BDO-Vorstand Arno Probst. „Die Daten unserer Studie zeigen, dass Deutschland in dieser Hinsicht noch deutlichen Handlungsbedarf hat.“

Ein Blick auf die Details der weltweit angelegten Studie zeigt ein differenziertes Bild. So gehört Deutschland mit 916 Patenten je eine Million Einwohner im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2014 immer noch zu den fünf erfindungsreichsten Ländern. Weit vorne liegen hier Südkorea (3134 Patente) mit aufsteigender und Japan (2159 Patente) mit absteigender Tendenz. Die USA, die bei dieser Betrachtung stets deutlich hinter Deutschland lagen, setzen mit 886 Patenten zum Überholen an. China hat enorm aufgeholt, ist an Frankreich und Großbritannien vorbeigezogen und liegt mit 501 Patenten auf Platz zehn. „China steht auf dem Sprung vom Imitator zum Innovator“, heißt es in der Studie.

Sorgen bereitet den Herausgebern der Studie allerdings, dass Deutschland in zentralen Bereichen der Hochtechnologie nur eine geringe Rolle spielt. Bei der digitalen Datenübertragung oder mobilen Dienstleistungen kommen nur wenige Patente aus Deutschland. „Gerade bei der Digitalisierung wird der globale Technologiewettlauf noch erheblich weiter an Intensität zunehmen. Ohne entsprechende Anstrengungen wird Deutschland seine internationale Position nicht halten können“, sagte der Direktor des HWWI, Prof. Henning Vöpel.

Der deutschen Schwäche im Hochtechnologiefeld Digitalisierung stehe zwar eine relative Stärke bei Technologien zur Treibhausgasreduktion oder der Erzeugung erneuerbarer Energien gegenüber. „Diese Stärken betreffen aber im Vergleich zum restlichen internationalen Feld der Innovationen eine eher kleine Nische“, sagte Vöpel.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
London

Der britische Premierminister David Cameron hat für heute internationale Regierungsvertreter und Nicht-Regierungsorganisationen zu einem Anti-Korruptionsgipfel nach London eingeladen.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.