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Wirtschaft „Deutschland“wird vorerst nicht versteigert
Nachrichten Wirtschaft „Deutschland“wird vorerst nicht versteigert
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00:11 21.02.2015
Reinhold Schmid-Sperber

Der Insolvenzverwalter des Kreuzfahrtschiffes „Deutschland“ hat bislang mit 30 Kaufinteressenten verhandelt. Das gab Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber gestern auf einer Gläubigerversammlung bekannt. Da noch weitere Gespräche mit potenziellen Investoren liefen, sei eine Versteigerung des ehemaligen ZDF-„Traumschiffs“ derzeit nicht geplant, sagte er.

Ein Kredit soll die Finanzierung der laufenden Kosten für die nächsten Monate sichern. Die „Deutschland“ liegt seit Monaten vor Gibraltar vor Anker. Auf dem Schiff und der ebenfalls insolventen Reederei Deilmann lasten Schulden von mehr als 60 Millionen Euro. Davon sind 54 Millionen Forderungen von Anlegern, die Mittelstandsanleihen der Betreibergesellschaft gezeichnet hatten. Am 1.

Januar war für Schiff und Reederei das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Eutin eröffnet worden.

Auf der Gläubigerversammlung berichtete Schmid-Sperber weiter, dass Regress-Ansprüche gegen ehemalige Führungskräfte der „Deutschland“-Beteiligungsgesellschaft sowie gegen deren frühere Eigentümer geprüft würden. Ergebnisse stünden aber noch aus, sagte er. Wie viel von ihrem Geld die rund 1500 Anleihe-Gläubiger wiedersehen werden, ist nach Angaben Schmid-Sperbers noch unklar. Der Erlös des Schiffsverkaufs werde vermutlich nicht ausreichen, um alle Forderungen zu bedienen, sagte er.



OZ

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