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Die Bundesbank schließt Verlagerung der Goldreserven ab

Ging schneller als geplant Die Bundesbank schließt Verlagerung der Goldreserven ab

Seit 2013 holt die Bundesbank jedes Jahr tonnenweise deutsches Gold auf geheimen Wegen aus dem Ausland. Und es geht deutlich schneller als geplant. Ein Teil des Edelmetalls bleibt aber weiter im Ausland - auch in den USA.

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2016 holte die Notenbank weitere 216 Tonnen des Edelmetalls aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt.

Quelle: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Die Bundesbank drückt bei der Verlagerung ihrer Goldreserven aus dem Ausland mächtig aufs Tempo. „Mehr als drei Jahre vor dem Termin wird sie in diesem Jahr umgesetzt“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Frankfurt.

Nach öffentlichem Druck hatte die Bundesbank vor vier Jahren das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren. „Weitere Verlagerungen wird es nicht geben“, sagte Thiele. Das gelte auch für die Bestände in den USA.

2016 holte die Notenbank weitere 216 Tonnen des Edelmetalls aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt. Vor dem Regierungswechsels in den USA erfüllte die Bundesbank ihr selbstgestecktes Ziel, 300 Tonnen von der Fed nach Deutschland zu bringen. „Die Goldverlagerung aus New York wurde im vergangenen September erfolgreich abgeschlossen“, sagte Thiele.

Weitere 1236 Tonnen bleiben in New York. Es gebe keine Notwendigkeit und keine Diskussion, das Konzept nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump zu ändern. „Wir arbeiten vertrauensvoll mit der Fed zusammen“, sagte Thiele.

Nach Angaben der Bundesbank liegen nun 1619 Tonnen oder 47,9 Prozent des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. Aus Frankreich kamen 105 Tonnen. Die Verlagerung aus Paris soll 2017 abgeschlossen werden. Dort wird es künftig keine deutschen Goldreserven mehr geben.

Aus historischen Gründen lagerte der Großteil des Milliardenschatzes jahrzehntelang im Ausland: Bei der US-Notenbank Fed in New York, der Banque de France in Paris und der Bank of England in London. 2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland.

Die Bundesbank begann daraufhin 2013 mit der Umschichtung. Das Ziel: 300 Tonnen Gold aus dem Bestand bei der Fed sowie die gesamten 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt bringen. Seit 2013 wurden auf streng geheimen Wegen bislang gut 583 Tonnen des Edelmetalls in Frankfurter Tresore verlagert.

dpa

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