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Wirtschaft „Dorsch-Gipfel“ in Lübeck
Nachrichten Wirtschaft „Dorsch-Gipfel“ in Lübeck
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00:05 28.09.2016

Mit Hilfe von Stilllegungszuschüssen und einer Abwrackprämie für Fischkutter soll sich der stark dezimierte Dorsch- Bestand in der westlichen Ostsee erholen. Diese Empfehlung machen die Teilnehmer des Lübecker „Dorsch-Gipfels“ dem Bund und der EU-Kommission. Auf Vorschlag des runden Tisches sollen dafür im nächsten Jahr vier Millionen Euro aus EU- und Bundesmitteln an die Berufsfischer in Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern fließen. Zum dritten „Dorsch-Gipfel“ waren am Montag auf Einladung der SPD-Europaparlamentarierin Ulrike Rodust (SPD) Vertreter aus Politik, Verwaltung, Fischerei und Forschung zusammengekommen. Der Hintergrund ist dramatisch: Meeresforscher der EU empfehlen, die Fangmenge für den Dorsch in der westlichen Ostsee um 87 Prozent zu reduzieren. Für viele Fischer würde das den Ruin bedeuten. „Wenn wir jetzt alle an einem Strang ziehen, wird die Ostseefischerei die Dorsch-Krise überstehen“, sagte Rodust. Gerettet werden soll der Dorsch nach Angaben der Kieler Umwelt-Staatssekretärin Silke Schneider durch folgende Maßnahmen: Fischer sollen den Dorschfang von Januar bis April ruhen lassen. Für die vorübergehende Stilllegung werden sie finanziell flexibel entschädigt. Aussteigewilligen Fischern soll eine Abwrackprämie gezahlt werden, wenn sie einen mehr als 30 Jahre alten Kutter für immer ausrangieren. Schließlich wird die Angelfischerei – bei der Fangquote bisher vernachlässigt – auf die Einhaltung von Laichschonzeiten verpflichtet. Im Gespräch sind fünf Fische pro Person als Tagesfang. Darüber hinaus plant das Umweltministerium eine Imagekampagne, die Verbraucher zum Kauf anderer Ostseefischarten animieren soll.

Die EU habe den Erhalt aller Fischbestände bis 2020 sicherzustellen. Eingriffe seien unverzichtbar. Christopher Zimmermann vom Thünen-Institut für Ostseefischerei (Rostock) betonte, das Ziel sei nur erreichbar, wenn auch die Angelfischerei zu Maßnahmen verpflichtet wird. Die endgültige Entscheidung über die Fangmengen fällt der EU-Ministerrat am 10./11. Oktober.

Curd Tönnemann

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