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Wirtschaft Drohende Negativzinsen: Ein Blick über die Grenze
Nachrichten Wirtschaft Drohende Negativzinsen: Ein Blick über die Grenze
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00:00 20.08.2016

Frankfurt/Main Hohe Zinsen für Ersparnisse – das war einmal. Erste Banken geben den Minuszins der Europäischen Zentralbank (EZB) an vermögende Sparer weiter, wie die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee. Aber wie sind Sparer im Ausland betroffen? Ein Überblick.

Frankreich: Der Fall der Strafzinsen der Tegernseer Bank hat im Nachbarland ein großes Echo hervorgerufen. Dort gibt es Strafzinsen für Privatkunden bisher nicht.

Die Bankgebühren sind zuletzt aber nach zwei Jahren Rückgang wieder gestiegen. Minuszinsen drohen nur Unternehmen in Einzelfällen, etwa wenn sie sehr große Summen auf Bankkonten horten.

Dänemark: Zwar verlangt die dänische Zentralbank dort noch höhere Strafzinsen von Banken als die EZB. Doch Geldhäuser geben diese laut der Danske Bank, der größten des Landes, nicht an Privatkunden weiter. Die Institute verdienen gut an Gebühren. Bei Wohnungskrediten erhöhen einige Geldhäuser gerade die effektiven Kosten.

Italien: Negativzinsen und steigende Gebühren beschäftigen Sparer nicht. Sie treibt eher die Krise der heimischen Banken um, die sie ihr Erspartes kosten könnte. Viele Kleinsparer haben den Banken Geld geliehen. Doch die stehen unter Druck, da sie faule Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro in ihren Bilanzen haben.

Großbritannien: Nach dem Brexit-Votum hat die Bank of England den Leitzins zwar auf ein Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Damit liegt der Zinssatz aber immer noch über dem Wert in der Eurozone. Auch erhebt die Notenbank keine Strafzinsen von Banken. Privatkunden bleiben daher verschont, sagt Mike Peacock, Sprecher der Bank of England.

Schweiz: Auch dort verzichten Banken auf Negativzinsen für Privatkunden – mit einer Ausnahme: Seit Januar berechnet die vergleichsweise kleine Alternative Bank Schweiz (ABS) mit Sitz in Olten (Kanton Solothurn) auf Girokonten Minuszinsen von 0,125 Prozent.

Spanien: Die Bank BBVA hat begonnen, in speziellen Fällen Einlagen von Unternehmenskunden mit Negativzinsen zu belegen. Die Zeitung „El Diario“ schrieb, sie habe damit „eine Pandora-Büchse geöffnet“. Negativzinsen für Privatkunden sind für spanische Banken (noch) kein Thema.

OZ

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