Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft EU darf Olivenbauern zur Rodung zwingen
Nachrichten Wirtschaft EU darf Olivenbauern zur Rodung zwingen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:40 10.06.2016
Anzeige
Luxemburg

Um die Ausbreitung des Pflanzenschädlings Xylella fastidiosa zu verhindern, darf die EU-Kommission Rodungsmaßnahmen anordnen. Wie der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am Donnerstag entschied, rechtfertigt das Vorsorgeprinzip ein entsprechendes Vorgehen.

Auch eine Entfernung von Pflanzen ohne Befallssymptome ist demnach verhältnismäßig und darf erzwungen werden.

Der EuGH befasste sich mit der Bakterie Xylella, weil italienische Olivenhain-Besitzer einer Rodungsanordnung nicht Folge leisten wollen. Sie zweifeln vor einem italienischen Verwaltungsgericht an, dass der Beschluss mit EU-Recht vereinbar ist.

Die Brüsseler Behörde verlangt darin, dass in einem Radius von 100 Metern um eine befallene Pflanzen allen anderen anfälligen Pflanzen unabhängig von ihrem Gesundheitszustand unverzüglich entfernt werden.

Der Pflanzenschädling Xylella befällt Olivenbäume, aber auch andere Pflanzen wie etwa Weinstöcke und Zitruspflanzen. Er wird mit schweren Erkrankungen in Zusammenhang gebracht, die zum Beispiel zum Absterben durch Austrocknen führen können.

dpa

Mehr zum Thema

Eine Abstimmung, aber kein Ergebnis. Dabei drängt die Zeit: Keine vier Wochen mehr, dann läuft die europäische Genehmigung für Glyphosat aus. Doch die EU-Staaten sind weiterhin uneins, wenn es um den umstrittenen Unkrautkiller geht.

07.06.2016

Rund drei Wochen vor Ablauf der Glyphosat-Zulassung beraten die EU-Staaten heute erneut über die Zukunft des Unkrautvernichters.

06.06.2016

In puncto Glyphosat haben sich die EU-Länder vorerst nicht auf eine weitere Zulassung des Unkrautvernichters einigen können.

06.06.2016

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 9.06.2016 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

09.06.2016

Die bei Volkswagen kurz vor dem Auffliegen der Abgas-Affäre verschwundenen Daten sind laut Staatsanwaltschaft bisher kein offensichtliches Hindernis für die Strafverfolgung.

10.06.2016

Eine Spitzenrunde mit Vertretern von Regierungen, Behörden, Deutscher Bahn und Betreibern soll die Probleme beim Brandschutz im künftigen Hauptstadtflughafen angehen.

10.06.2016
Anzeige