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Wirtschaft Ein alter Böhmermann auf ZDFneo
Nachrichten Wirtschaft Ein alter Böhmermann auf ZDFneo
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09:20 02.10.2016
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Mainz

Der Fernsehsender ZDFneo hat am Donnerstagabend eine alte Ausgabe des „Neo Magazin Royale“ ausgestrahlt.

Wie das ZDF mitteilte, sei die aktuelle Sendung des Satirikers Jan Böhmermann wegen eines „internen Übertragungsfehlers“ nicht gesendet worden. Stattdessen sei um 22.15 Uhr die „Best-of-Musiksendung“ des „Neo Magazin Royale“ zu sehen gewesen.

Böhmermann selbst wandte sich noch am selben Abend über den Kurznachrichtendienst Twitter ironisch an seine Zuschauer: „Wir hören gerade: Weil einige von Euch keine Rundfunkgebühren bezahlt haben, kann die aktuelle Neomagazin Folge nicht freigegeben werden.“ Er selbst wusste zunächst aber offenbar auch nichts über die Hintergründe. Böhmermann äußerte deshalb die Vermutung, der Techniker habe sich in der ZDF-Sendeleitung eingeschlossen und reagiere nicht auf Aufforderungen, die Tür zu öffnen.

Während auf ZDFneo noch die falsche Sendung lief, sei die aktuelle Folge aber in der Mediathek zu sehen gewesen, teilte das ZDF mit. Im TV sei die richtige Version in der Wiederholung um 00.05 Uhr ausgestrahlt worden. Böhmermann zeigte sich bei Twitter enttäuscht über den Fehler: „Ausgerechnet, wo wir uns heute im Neomagazin so detailreich und liebevoll um das Gefühlsdurcheinander der Berliner CDU kümmern wollten!“ Die aktuelle Sendung ist auch noch einmal an diesem Freitag um Mitternacht im ZDF im Programm.

Gegen Böhmermann läuft zurzeit ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts. In der Sendung vom 31. März 2016 hatte er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem sogenannten Schmähgedicht verbal angegriffen.

Die wohl berühmteste Sendungsverwechslung der deutschen Fernsehgeschichte unterlief der ARD am Silvesterabend 1986. Bei der Übertragung der Silvesteransprache des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) hatte jemand das falsche Band eingelegt. Statt der aktuellen Silvesteransprache zeigte die ARD die Rede aus dem Jahr zuvor. So kam es, dass Kohl die Zuschauer am 31. Dezember 1986 nicht in das Jahr 1987 verabschiedete, sondern in das Jahr 1986.

dpa

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