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Einigung im Streit um Bahn-Tochter DB Cargo

Berlin Einigung im Streit um Bahn-Tochter DB Cargo

Nur wenige Tage ist es her, dass die Lage bei der Bahn-Tochter DB Cargo eskalierte: Der Gesamtbetriebsrat lehnte einen Interessenausgleich ab. Nun gibt es doch noch eine Vereinbarung.

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Ein Container wird von einem Kran verladen. Der monatelange Streit um die Zukunft von Bahn-Tochter DB Cargo ist vorbei.

Quelle: Christoph Schmidt

Berlin. Der monatelange Streit um die Zukunft des Schienengüterverkehrs bei der Deutschen Bahn ist vorbei. Unternehmen und Betriebsrat haben sich auf ein Sanierungsprogramm bei der defizitären Bahn-Tochter DB Cargo geeinigt.

„Es gibt eine grundsätzliche Einigung zwischen der Unternehmensleitung und dem Gesamtbetriebsrat über einen zukunftsgerichteten Umbau des Schienengüterverkehrs, der DB Cargo wieder Wachstumschancen eröffnen wird“, sagte ein Bahnsprecher. Details nannte er nicht. Wie die „Welt“ am Dienstag berichtete, fallen bis 2021 insgesamt 1935 Vollzeitstellen weg - davon 350 noch in diesem Jahr.

Demnach würden weniger Jobs über einen längeren Zeitraum gestrichen, als es der Vorstand des staatlichen Unternehmens zunächst geplant hatte. Im Gegenzug habe der Konzernbetriebsrat zugestimmt, die Gütersparte neu aufzustellen. So soll künftig eine Mannschaft, die auf verschiedene Standorte verteilt ist, einen Zug vom Start bis zum Ziel verantworten. Dieses Konzept solle die Pünktlichkeit und Qualität deutlich verbessern. Bisher werden die Züge unterwegs in sogenannten Produktionszentren an neue Teams übergeben.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Gesamtbetriebsrat der Bahn-Tochter einen vom Konzern vorgelegten Vorschlag für einen Interessenausgleich abgelehnt. Die Bahn reagierte darauf mit Unverständnis.

Der Interessenausgleich „ist an Stellen, die unseren Betriebsräten wichtig sind, noch einmal verändert worden“, erklärte Gesamtbetriebsratschef Jörg Hensel. „Das hat die Grundlage für eine kritische Neubewertung möglich gemacht.“ So werde nun ein „gemeinsames Verständnis“ festgeschrieben. Demzufolge sollen der Volumenrückgang gestoppt, wirtschaftliche Wachstumspotenziale identifiziert sowie zusätzliche Umsatz- und Gewinnmöglichkeiten geschaffen werden. Zudem seien Versetzungen in den kommenden zwei Jahren nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer möglich, betonte Hensel.

Die Güterbahn ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Abgesehen von Gütern wie Eisenerz und Kohle sind viele Transporte kleinteilig, es mangelt an Effizienz bei der Auslastung und Steuerung der Züge. Der Marktanteil von DB Cargo sank binnen Jahresfrist von 66,4 Prozent auf 60,9 Prozent im vergangenen Sommer.

dpa

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