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Wirtschaft Einigung im Streit um Korvetten
Nachrichten Wirtschaft Einigung im Streit um Korvetten
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00:00 10.06.2017
Rostock

Im Werftenstreit um den Bau von fünf Korvetten für die Marine gibt es Branchenkreisen zufolge eine Einigung. Die Kieler Werft German Naval Yards, die bisher nicht zum Zuge gekommen war, wird demnach mit 15 Prozent des Umsatzes in das Baukonsortium aufgenommen. Im Gegenzug lässt sie ihren Protest gegen die Auftragsvergabe fallen. Die Korvetten werden voraussichtlich wie die bisherigen fünf in Rostock stationiert.

Eine offizielle Bestätigung für die Einigung gab es zunächst nicht. Möglicherweise muss auch das Bundeskartellamt den Kompromiss noch genehmigen. „Noch hat niemand in dieser Sache Kontakt mit uns aufgenommen“, sagte ein Kartellamtssprecher.

Bisher hatten die beiden Werften Lürssen und Thyssenkrupp Marine Systems den mindestens 1,5 Milliarden Euro schweren Auftrag für die Schiffe. Die beiden Werften haben zwischen 2008 und 2013 bereits fünf Korvetten gebaut. German Naval Yards hatte gegen die aktuelle Auftragsvergabe protestiert, weil das Verteidigungsministerium auf eine Ausschreibung verzichtet hatte. Das Bundeskartellamt stoppte die Vergabe, die Verhandlungen liefen weiter.

Zu Lürssen gehört auch die Wolgaster Peene-Werft. „Die Werft hat Erfahrungen mit dem Bau von Korvetten. Wir hoffen, dass wieder ein Teil der Boote hier gefertigt wird“, sagte der Bezirksbevollmächtigte der Gewerkschaft IG Metall, Guido Fröschke. Es sei erfreulich, dass mit der Einigung nicht bis zur Bundestagswahl gewartet wurde. „Das ist ein wichtiges beschäftigungspolitisches Signal“, sagte Fröschke.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg sieht gute Chancen dafür, dass Wolgast beteiligt wird. „Ich gehe davon aus, das dieser Auftrag gut reinpassen würde, wenn die derzeit laufenden Arbeiten an den Küstenwachbooten für Saudi-Arabien 2019 abgeschlossen sein werden.“ Rehberg sagte, er gehe davon aus, dass der Beschluss zum Bau der Korvetten von Union und SPD gemeinsam getragen werde.

axb

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