Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Einweg- und Pfandflaschen sollen besser gekennzeichnet werden

Berlin Einweg- und Pfandflaschen sollen besser gekennzeichnet werden

Umweltschützer suchen schon lange nach Wegen, die Verbraucher zum Kauf von Mehrweg-Flaschen zu bewegen. Bisher klappt das nicht - nun soll eine neue Kennzeichnung im Laden helfen. Und beim Pfand will die Umweltministerin ein Schlupfloch schließen.

Berlin. Beim Getränkekauf sollen Kunden künftig auf den ersten Blick erkennen, ob sie eine Einweg- oder eine Mehrwegpackung in der Hand haben.

In Läden soll es dafür Schilder an den Verkaufsregalen geben, heißt es in einem Gesetzentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte darüber berichtet. Die Hinweise mit „Einweg“ oder „Mehrweg“ müssen dem Entwurf zufolge mindestens so groß gedruckt sein wie die Angabe des Preises. Der Gesetzentwurf soll im Oktober vom Bundeskabinett beraten werden.

Außerdem wird nach dem Plan von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für eine neue Gruppe von Getränken Pfand fällig: Frucht- und Gemüse-Nektare mit Kohlensäure waren bisher von der Pfandpflicht befreit, damit soll Schluss sein. Verbraucherschützer hatten kritisiert, dass etwa auf Apfelschorle kein Pfand gezahlt werden musste, wenn sie als „kohlensäurehaltiger Apfelnektar“ deklariert wurde.

Ziel des neuen Verpackungsgesetzes ist die „Stärkung der ökologisch als vorteilhaft eingestuften Mehrweggetränkeverpackungen“, wie es in der Begründung heißt. Das Umweltministerium will seit Jahren die Verbraucher dazu bringen, Mehrwegflaschen zu kaufen, die nach der Reinigung wieder befüllt werden können. Ziel waren eigentlich 80 Prozent Mehrweg. 2014 lag der Anteil nach Angaben des Umweltministeriums aber gerade mal bei 45,1 Prozent und war damit über zehn Jahre stetig gesunken.

In den Erläuterungen zum neuen Gesetzentwurf heißt es denn auch, die bisher bestehende, unverbindliche „Zielquote für Mehrweg- sowie ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen“ habe sich „nicht als wirksames Instrument“ erwiesen.

Bereits Ende Juni hatten sich 42 deutsche Handelsunternehmen und Getränkehersteller freiwillig selbst verpflichtet, ihre Einweg-Pfandflaschen demnächst deutlicher zu kennzeichnen als bisher - darunter Branchengrößen wie Coca-Cola, PepsiCo Deutschland, Gerolsteiner, Lidl, Netto, Aldi und Rewe.

Unter anderem die Deutsche Umwelthilfe hatte kritisiert, dass dies nicht verbindlich sei und nicht alle Getränke abdecke. Die Verbraucherschützer fordern, die Kennzeichnung auf den Flaschen gesetzlich festzuschreiben, damit Sanktionen möglich seien.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grevesmühlen

Ist es möglich, die Hausmülltonne zu ersetzen? – Ein Selbstversuch soll die Antwort bringen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.