Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Energie-Experten: Öl-Zeitalter ist noch nicht zu Ende
Nachrichten Wirtschaft Energie-Experten: Öl-Zeitalter ist noch nicht zu Ende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:42 14.11.2017
In den kommenden Jahrzehnten werde die weltweite Nachfrage nach Rohöl auch im Fall eines Elektroauto-Booms weiter steigen, sagen die Experten Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
London

Trotz der steigenden Nutzung erneuerbarer Energien sind die Zeiten von Öl und Gas nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) noch längst nicht vorbei.

In den kommenden Jahrzehnten werde die weltweite Nachfrage nach Rohöl auch im Fall eines Elektroauto-Booms weiter steigen, sagten die Experten am Dienstag in ihrem Jahresbericht voraus. Das Wachstum werde bis 2040 aber nicht mehr so stark sein wie in der Vergangenheit.

Zwar verbrauchten Autos durch effizientere Technologie weniger. Lastwagen, Flugzeuge, Schiffe und die petrochemische Industrie aber trieben den Bedarf an Rohöl auf bis zu 105 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag. „Die Verbraucher auf der Welt sind noch nicht bereit, sich von der Öl-Ära zu verabschieden“, hieß es in der Analyse.

Davon profitieren unter anderem die USA. Bis Mitte der 2020er Jahre würden die Vereinigten Staaten zum weltgrößten Exporteur von verflüssigtem Erdgas, wenige Jahre später auch ein Netto-Ölexporteur. Im Jahr 2025 werde das Wachstum der US-Ölproduktion dann demjenigen Saudi-Arabiens auf dem Höhepunkt seiner Expansion entsprechen.

Weltweit wachse gleichzeitig allerdings keine andere Energieform so schnell wie Erneuerbaren. Das schreibt die Agentur auch fallenden Kosten zu: Bei Solarenergie seien sie seit 2010 um 70 Prozent, bei Wind um 25 Prozent gesunken. Für viele Länder seien Ökoenergien die günstigste Art. Deshalb, so die Erwartung der IEA, dürften zwei Drittel der globalen Kraftwerks-Investitionen bis zum Jahr 2040 in „grüne“ Technologien fließen.

Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt der Prognose zufolge weiter enorm - aber dank höherer Effizienz nicht mehr ganz so stark wie in der Vergangenheit. Die IEA sagt für den Zeitraum zwischen 2017 und 2040 ein Plus von 30 Prozent voraus - so viel, wie derzeit China und Indien zusammen verbrauchen.

Dabei geht die Agentur von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 3,4 Prozent pro Jahr und einem Bevölkerungswachstum auf mehr als neun Milliarden Menschen bis 2040 aus. Am stärksten werde Indien zu der höheren Nachfrage beitragen. Doch auch Chinas Wandel zu einer „grüneren“ Energie könne zu einer schnelleren, sauberen Energiewende führen.

dpa

Mehr zum Thema

Für Trump ist es der erste Asien-Pazifik-Gipfel. Der US-Präsident macht deutlich, dass er die Verhältnisse radikal ändern will. Davon profitieren könnte China. Präsident Xi bekommt auch deutlich mehr Applaus.

10.11.2017

Erst Trump, dann Xi: die beiden mächtigsten Politiker der Welt hintereinander, mit nur zehn Minuten Pause. Auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Vietnam kann man zusehen, wie sich gerade die Kräfteverhältnisse verschieben. Und ein Dritter muss warten.

10.11.2017
Nachrichten Flugverkehr wächst ungebremst - Tui-Flieger weltweit am klimafreundlichsten

Die Umweltorganisation Atmosfair bewertet rund 200 große Airlines weltweit auf ihre Umweltbelastung. Ein Fazit: Drei deutsche Airlines gehören zu den zehn saubersten Gesellschaften der Welt. Die negative Nachricht für Passagiere: engere Sitzabstände sind besser fürs Klima.

11.11.2017

Der Beitrag für die gesetzliche Rente soll ab 2018 lauf 18,6 Prozent sinken. Das teilte der Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Alexander Gunkel, am Dienstag mit. Für die positive Entwicklung sind zwei Faktoren ausschlaggebend.

14.11.2017
Wirtschaft Plus bei Klebstoffen - Henkel verdient mehr

Bei Konsumgütern ist Henkel einer der größten Anbieter weltweit. Vor allem das Geschäft mit Klebstoffen legt stark zu - während es für andere bekannte Verbrauchsartikel etwas weniger rund läuft.

14.11.2017
Wirtschaft Trotz teurer Nahrungsmittel - Verbraucherpreise steigen langsamer

Die Menschen in Deutschland müssen für viele Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen. Verbraucher reagieren besonders sensibel, wenn Produkte des täglichen Bedarfs teurer werden.

14.11.2017
Anzeige