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Energiewende verhindert Rekorddividenden der Dax-Unternehmen

Frankfurt/Stuttgart Energiewende verhindert Rekorddividenden der Dax-Unternehmen

Die Energiewende hat nach einer Studie einen Rekord-Geldregen für Aktionäre verhindert: Deutschlands Top-Konzerne wollen für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 26,9 Milliarden ...

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Der RWE-Tower, die Zentrale des Energiekonzerns in Essen. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Frankfurt. Die Energiewende hat nach einer Studie einen Rekord-Geldregen für Aktionäre verhindert: Deutschlands Top-Konzerne wollen für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 26,9 Milliarden Euro drei Prozent weniger an ihre Anteilseigner ausschütten als im Vorjahr.

Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Grund seien vor allem starke Kürzungen bei den beiden Energieversorgern Eon und RWE, die nach 3,33 Milliarden Euro im Vorjahr nun „nur“ noch 1,76 Milliarden Euro ausschütten wollten.

Auch die Deutsche Telekom, im Vorjahr noch größter Dividendenzahler im Dax, überweist nach 3,01 Milliarden Euro nun mit 2,22 Milliarden Euro deutlich weniger an ihre Aktionäre.

Dennoch: Die Anteilseigner der meisten der 30 deutschen Börsenschwergewichte können sich freuen: 18 Unternehmen zahlen mehr Dividende als 2013, nur fünf zahlen weniger. „Das zeigt, dass die Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken und sich auf der Erfolgsspur sehen“, sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young.

Leer gehen wie im Vorjahr die Aktionäre der Commerzbank und von ThyssenKrupp aus. Hingegen beglückt die Deutsche Lufthansa nach der Nullrunde zuvor ihre Aktionäre trotz des mageren Gewinns wieder mit einer Ausschüttung von 45 Cent pro Aktie.

Besonders üppig fällt in diesem Jahr der Geldregen bei Siemens aus: Der Elektrokonzern will nach den Angaben 2,534 Milliarden Euro ausschütten. Auf den Plätzen folgen BASF (2,480 Mrd Euro) und die Allianz (2,419 Mrd Euro). Über den höchsten Anstieg kann sich freuen, wer Papiere von Henkel (Dividendenausschüttung steigt um 29 Prozent), HeidelbergCement (plus 28) und der Allianz (plus 19 Prozent) hat.

Hingegen leiden die Anteilseigner des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S unter dem Gewinneinbruch und den mauen Aussichten des Unternehmens. Sie müssen den prozentual stärksten Rückgang hinnehmen: Die Ausschüttungssumme sinkt laut der Erhebung um 82 Prozent - von 268 Millionen auf 48 Millionen Euro.

Da die Konzernergebnisse im Geschäftsjahr 2013 stärker gesunken seien als die Dividenden, steige die Gesamt-Ausschüttungsquote von 43 auf 45 Prozent, rechneten die Experten vor. „Eine wichtige Rolle dürfte bei den Dividendenentscheidungen die Verbesserung der Lage in der Eurozone gespielt haben“, erklärte Harms. Dass sich die Eurozone wieder auf Wachstumskurs befinde, werde sich 2014 positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken - und auch auf die Höhe der Dividenden.



dpa

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