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Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Düsseldorf Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Nach der Aufspaltung des Energieriesen Eon plant die neue Kraftwerkstochter Uniper Stellenstreichungen. Wie viele der insgesamt rund 14 000 Beschäftigten betroffen sein werden, ist allerdings offen.

Düsseldorf. Die Eon-Kraftwerkstochter Uniper will eine größere Zahl von Arbeitsplätzen abbauen. „Es werden Stellen in einer nennenswerten Größenordnung wegfallen“, sagte Unternehmenschef Klaus Schäfer der „Rheinischen Post“.

„Wir wollen den Stellenabbau sozialverträglich gestalten und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, ausschließen können wir sie als letztes Mittel nicht.“

Wie viele Stellen von der Sparmaßnahme betroffen seien, werde derzeit geprüft. „Bei Kostensenkungen geht es leider immer auch um Arbeitsplätze. Die genauen Zahlen ermitteln wir gerade und sind hierzu natürlich auch in regelmäßigen Gesprächen mit den Vertretern der Mitbestimmung“, sagte Schäfer der Zeitung.

Deutschlands größter Stromkonzern Eon hatte sich unter dem Druck der Energiewende aufgespalten. Uniper war Anfang des Jahres an den Start gegangen. In das Unternehmen mit rund 5000 Beschäftigten im Inland und 9000 im Ausland hat Eon seine konventionellen Kraftwerke abgespalten. Uniper mit Sitz in Düsseldorf soll im September an die Börse gehen.

Der Uniper-Vorstand hatte bereits ein Sparprogramm mit Veräußerungen von Unternehmensteilen und der Senkung von Personalkosten angekündigt. „Wir müssen unsere Kosten deutlich senken und prüfen deshalb alle möglichen Optionen“, sagte Schäfer der Zeitung. Eine Netto-Verschuldung von 4,7 Milliarden Euro sei auf Dauer zu viel.

Mit seinen Plänen zum Abbau von Personalkosten stößt das Unternehmen auf Widerstand: Die Gewerkschaften hatte Ende Juni Gespräche über Tarifkürzungen verweigert. Ein Unternehmenssprecher machte am Samstag keine Angaben dazu, ob die Gespräche wieder aufgenommen werden.

Die gesamte Branche leidet unter dem niedrigen Börsenstrompreis. Dieser hat sich wegen des großen Angebots an Erneuerbarer Energie in den vergangenen Jahren mehr als halbiert.

dpa

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