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Ermittler vermuten Millionenbetrug bei Lkw-Maut

Razzia bei Toll Collect Ermittler vermuten Millionenbetrug bei Lkw-Maut

Seit zwölf Jahren kassiert Toll Collect die Maut für Lastwagen auf den deutschen Autobahnen. Nun hat der Betreiber den Staatsanwalt im Haus. Es geht um eine Millionensumme.

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Die Unternehmenszentrale von Toll Collect in Berlin bekam Besuch von der Polizei.

Quelle: Soeren Stache

Berlin. Mitarbeiter des Maut-Betreibers Toll Collect sollen den Staat um mehrere Millionen Euro betrogen haben. Ermittler durchsuchten die Unternehmenszentrale in Berlin, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Die Behörden haben mehrere Manager im Verdacht, dem Bund für die Ausweitung der Lkw-Maut auf ausgewählte Bundesstraßen im Jahr 2012 überhöhte Kosten veranschlagt zu haben. In den Folgejahren habe der Bund deshalb zu viel Geld an Toll Collect überwiesen. Die Ermittler sprachen von mehreren Millionen Euro Schaden, die genaue Höhe werde noch ermittelt.

Wie die Behörden mitteilten, hatte ein früherer Mitarbeiter die Ermittler auf die Spur gebracht. Er habe Anzeige erstattet. Eine Toll-Collect-Sprecherin sagte: „Wir unterstützen die Behörden bei ihrer Arbeit.“ Das Bundesverkehrsministerium wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Zuerst hatte „Spiegel Online“ über den Fall berichtet. Demnach soll die Schadenshöhe mindestens drei Millionen Euro betragen.

Hinter Toll Collect stehen als Mehrheitsgesellschafter der Autobauer Daimler und die Deutsche Telekom. Das Unternehmen kassiert seit 2005 im Auftrag des Bundes die Lkw-Maut in Deutschland. Derzeit wird ein Betreiber für die Zeit von 2018 bis 2030 gesucht, auch Toll Collect bewirbt sich.

Das von Toll Collect aufgebaute System ist seit 2005 zuständig für die Erhebung der Lkw-Maut auf den Autobahnen und auf 2300 Kilometern Bundesstraße. 2016 nahm der Staat darüber 4,6 Milliarden Euro ein. Die Betreibervergütung liegt bei rund 500 Millionen Euro.

Künftig soll auch auf dem kompletten, 39 000 Kilometer langen Netz der Bundesstraßen Lkw-Maut erhoben werden. Das soll weitere zwei Milliarden Euro pro Jahr einbringen.

dpa

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